Im Eingangs-Zelt der Corona-Teststation überprüfen Fabian Mattes (l.) und Alexander Johannsen von den Maltesern die Daten der Testpersonen.
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Im Eingangs-Zelt der Corona-Teststation überprüfen Fabian Mattes (l.) und Alexander Johannsen von den Maltesern die Daten der Testpersonen.

Vor allem Reiserückkehrer

Großer Andrang an der Corona-Teststation in Fürstenfeldbruck

  • Lisa Fischer
    vonLisa Fischer
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In Fürstenfeldbruck gibt es seit Monatsbeginn wieder eine Corona-Teststation. Über 180 Menschen ließen sich am ersten Tag testen. Und auch am zweiten Tag standen die Menschen Schlange für einen Corona-Test.

  • Seit 1. September gibt es in Fürstenfeldbruck wieder eine Corona-Teststation.
  • Vor allem Reiserückkehrer lassen sich dort testen.
  • Der Andrang auf die Station war an den ersten Tagen groß.

Fürstenfeldbruck – Die Malteser betreiben die Teststation zusammen mit Eurofins, einem luxemburgischen Unternehmen aus dem Bereich der Analyselabore. Vor Ort sorgen die Mitarbeiter für einen reibungslosen Ablauf.

Der Ablauf

Wer sich testen lassen will, kommt einfach zur Teststation Am Hardtanger in der Hasenheide. Vorherige Terminvereinbarungen gibt es nicht. Aber selbst bei großem Andrang muss man nicht länger als 20 Minuten warten, schätzt Fabian Mattes von den Maltesern.

Vor Ort muss sich Jeder online registrieren – am besten mit dem eigenen Smartphone. Vor dem Empfangszelt wird mit dem Telefon ein so genannter QR-Code gescannt, der zum Online-Formular weiterleitet. Hier werden Personalien abgefragt, ob man typische Symptome hat oder ob man in einem Risikogebiet war. „Die Registrierung nimmt am meisten Zeit in Anspruch“, sagt Medizinstudent Mattes. Wer kein mobiles Gerät besitzt, kann vor Ort in einem Formular seine Angaben machen. Der eigentliche Test, in Form eines Abstriches, dauert dann höchstens zwei Minuten.

„Ich will mich testen lassen, da meine Frau nächste Woche ins Krankenhaus kommt“, erzählt der 78-jährige Erich Kamm. Mit dem Test möchte sich der Rentner absichern. „Von der Teststation habe ich aus der Zeitung erfahren“, sagt der Fürstenfeldbrucker. Und auch ein Landkreisbewohner aus Landsberied möchte sich auf das Virus testen lassen, um auf Nummer sicher zu gehen. „Ich war auf einer Hochzeit und fühle mich seitdem nicht mehr so wohl. Und da ich mit anderen Menschen Kontakt habe, will ich für mich die Sicherheit haben.“

Personen mit Symptomen

Nach Angabe der Personalien wird in einem der Container der Rachen-Abstrich für die Labor-Untersuchung genommen. Erich Kamm lässt sich sicherheitshalber testen.

Wer auffällige Symptome wie Husten oder Atembeschwerden hat, wird an der Test-Station gesondert an den anderen Wartenden vorbei geführt, erklärt Malteser-Helfer Mattes. „Somit wird jeder mögliche Kontakt mit anderen Personen unterbunden.“ Der Abstrich bei Patienten mit Symptomen wird auch in einem extra Container abgenommen. „Jeder Sanitäter, der Kontakt mit einem Symptom-Patienten hatte, muss sich danach vollständig entkleiden und neu einkleiden“, berichtet der 29-jährige Mattes.

Zusätzlich wird bei Patienten mit einem Symptom nach einem weiteren Leiden gesucht, erklärt Alexander Johannsen. Er ist tageweise leitender Arzt vor Ort an der Teststation. „Neben dem Abstrich messen wir dann beispielsweise noch Fieber, um eine erhöhte Körpertemperatur zu erkennen“, erklärt der 33-jährige Münchner.

Etwa zehn Prozent der Personen, die sich testen lassen, klagen über Symptome, schätzt Fabian Mattes. Dabei seien Husten und Halskratzen häufiger der Fall und starke Anzeichen, wie der Geschmacksverlust, eher selten. Nach dem Test wird von den Sanitätern und Ärzten empfohlen, sich in Quarantäne zu begeben, bis das Ergebnis da ist.

Das Test-Ergebnis

Mit dem Smartphone kann man sich durch Scannen des QR-Codes registrieren.

Nach 24 bis 48 Stunden ist das Ergebnis da. Die Auswertung erfolgt über die Labore des Unternehmens Eurofins. Wer ein positives Ergebnis hat, wird vorab per Telefon informiert. Außerdem gibt es eine Benachrichtigung bei positivem wie auch negativem Ergebnis per E-Mail.

Testen lassen sich Personen aus allen Altersklassen. „Es sind Reiserückkehrer dabei, aber auch andere Patienten“, sagt Fabian Mattes. Vor allem die Reiserückkehrer vom Flughafen würden die Möglichkeit nutzen, sich fünf Tage nach der Überprüfung bei der Ankunft erneut testen zu lassen. Die meisten kommen übrigens morgens ab 8 Uhr oder nach Feierabend gegen 17 Uhr, haben Fabian Mattes und Mediziner Alexander Johannsen festgestellt.

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