Teilweise marode sind die Gebäude des bestehenden Bauhofs auf der Lände. Erst wenn sie weg sind, kann dort ein neues Stadtviertel entstehen.
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Teilweise marode sind die Gebäude des bestehenden Bauhofs auf der Lände. Erst wenn sie weg sind, kann dort ein neues Stadtviertel entstehen.

Aus dem Planungs- und Bauausschuss

Grünes Licht für neuen Bauhof: Jetzt geht es an die Planung für das Areal bei der Feuerwache

  • Thomas Benedikt
    vonThomas Benedikt
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Auf dem Weg zu einem neuen Bauhof hat der Planungs- und Bauausschuss nun zwei große Schritte gemacht.

Fürstenfeldbruck - Der Flächennutzungsplan für das neue Areal wurde entsprechend geändert und der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan gefasst. In beiden Fällen votierte das Gremium einstimmig dafür.

Der neue Bauhof soll an der Landsberger Straße gegenüber der Feuerwache entstehen. Die Zeit dafür drängt, wie CSU-Mann Andreas Lohde mehrfach betonte – und das gleich aus mehreren Gründen. Zum einen ist der alte, in den 1960er-Jahren entstandene Bauhof, in die Jahre gekommen. Teilweise sei die Bausubstanz schon marode, erklärte Lohde. Vor allem das Streusalzsilo sei in einem bedenklichen Zustand. Zum anderen will die Stadt das Areal auf der Lände als neues Stadtviertel entwickeln. Aber: „Solange der Bauhof nicht weg ist, rührt sich auf der Lände gar nichts“, so Lohde. Den Bebauungsplan in Auftrag zu geben sei also längst überfällig.

Doch mit dem neuen Standort waren nicht alle Ratsmitglieder zufrieden. So beklagte Thomas Brückner (Grüne), dass dort derzeit ein wunderbarer Landschaftspark für Erholung sei. Der würde nun dem neuen Bauhof zum Opfer fallen. Er forderte deshalb, dass man sensibel bei der Planung vorgehen müsse. Außerdem pochte er drauf, dass die Bäume auf dem Areal ebenso erhalten werden müssen wie auch die Frischluftzufuhr für die Stadt über den Grünstreifen zwischen Feuerwache und geplantem Bauhof.

Die gleiche Bitte richtete Alexa Zierl (ÖDP) an die Planer. Auch solle der Bau nach Möglichkeit klimaneutral realisiert werden.

Für einiges Kopfzerbrechen bei den Planern dürften die geplanten Betriebswohnungen auf dem neuen Bauhof-Gelände sorgen. Diese so zu gestalten, dass sie vor dem Lärm von der nahen B 471 wie auch vom Bauhof selbst geschützt werden, wird wohl kein einfaches Unterfangen werden, wie gleich mehrere Ratsmitglieder, darunter auch Mirko Pötzsch (SPD), anmerkten.

Auch stelle sich die Frage, ob der Bauhof wegen der Wohnungen nicht offen gestaltet werden könne, also ohne vollständige Umzäunung. Diese Idee brachte Christian Götz (BBV) ein. Ein gutes Beispiel, wie so etwas aussehen könne, sei das Grüne Zentrum, sagte Andreas Lohde. Götz fasste die Situation zusammen: „Es muss jetzt schnell gehen, aber in die Gestaltung muss schon etwas Hirnschmalz einfließen.“

Alles in allem überwiegen laut Lohde aber die positiven Aspekte des Standorts. Unter anderem ergäben sich Synergien mit der benachbarten Feuerwehr. So könne man sich zum Beispiel eine zusätzliche Tankstelle sparen, indem der Bauhof einfach die der Feuerwehr mit nutze, so der CSU-Mann.

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