Noch lassen sich Isabell, Lara und Mia im Kindergarten Gnadenkirche von Leiterin Olga Marx (r.) und ihrer Stellvertreterin Sabine Graf in der Nestschaukel anschubsen. Doch bald muss die Schaukel weichen. Dort wird der Anbau für die Krippe stehen.
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Noch lassen sich Isabell, Lara und Mia im Kindergarten Gnadenkirche von Leiterin Olga Marx (r.) und ihrer Stellvertreterin Sabine Graf in der Nestschaukel anschubsen. Doch bald muss die Schaukel weichen. Dort wird der Anbau für die Krippe stehen.

Brucks große Bauprojekte

Hier werden neue Krippen gebaut

  • Ingrid Zeilinger
    vonIngrid Zeilinger
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Seit vielen Jahren renoviert die Stadt ihre Kindertagesstätten und baut neue. Auch in diesem Jahr geht es weiter – an zwei Baustellen: Am Buchenauer Platz entsteht eine Krippe. Und der Kindergarten Gnadenkirche wird saniert und bekommt ebenfalls einen Anbau für die kleinsten Bürger der Stadt.

Fürstenfeldbruck – In der Cerveteristraße und Am Hochfeld sind erst neue Kitas entstanden und eingeweiht worden. Der Kindergarten Nord wird neu gebaut – von einer externen Firma. Auch in Aich oder Puch ist eine weitere Kindergartengruppe nötig. Wo, das wird noch diskutiert. Es wird aber vorerst die letzte werden, um den Bedarf an Betreuungsplätzen im Stadtgebiet zu decken. Derzeit gibt es zwei Baustellen im Stadtgebiet.

Krippe am Buchenauer Platz

An der Stelle, an der die neue Kinderkrippe „Buchenauer Zwerge“ entsteht, war früher der Kindergarten „Villa Kunterbunt“. Dieser ist in die Senserbergstraße gezogen. Das alte Haus ist inzwischen verschwunden. Die neue Krippe für drei Gruppen à zwölf Mädchen und Buben wird in Holzbauweise errichtet. Auf zwei Stockwerken können die Kleinen spielen, lernen, essen und schlafen.

Für den Klimaschutz setzt man auf eine Wärmepumpe mit Wärmeabsorber und Eisspeicher. Auf dem Dach wird eine Photovoltaik-Anlage installiert. Die große alte Linde im Gartenbereich kann stehen bleiben. Dazu kommen neue Spielgeräte, die auf die Ansprüche der Kleinen abgestimmt sind.

Die Krippe kostet knapp drei Millionen Euro. Sie soll rechtzeitig zu Beginn des neuen Kindergartenjahres im September fertig sein. Dann können die Krippenkinder vom Container umziehen. Die Trägerschaft übernimmt die Diakonie.

Kindergarten Gnadenkirche

Auch die Mädchen und Buben aus dem evangelischen Kindergarten Gnadenkirche müssen Ende März bis Anfang April umziehen. „Es herrscht Aufbruchsstimmung“, erzählt Leiterin Olga Marx. Das Übergangsquartier schlagen die Kinder und Erzieher in den Gemeinderäumen der Gnadenkirche auf. Bis zu den Sommerferien wird es mit 71 Kindern – wenn Corona wieder Regelbetreuung zulässt – etwas eng. Doch nach den Sommerferien nehme man nur noch bis zu 54 Mädchen und Buben auf. Die Gemeinderäume hat die Kita für sich – die Gemeindearbeit findet in der Kirche statt.

Der dreigruppige Kindergarten wird komplett saniert, auch die Küche wird neu gemacht. In den Garten kommt ein Anbau für zwei Krippengruppen. „Es wird ein richtiges Kinderhaus“, sagt Olga Marx. Dadurch wird der Garten etwas kleiner. „Wir trauern dem ein Stück nach“, sagt die Leiterin. Doch es sei nach wie vor ausreichend Platz, damit sich die Mädchen und Buben nach Herzenslust austoben könnten.

Rund fünf Millionen Euro kosten Sanierung und Krippenbau. Die Kirchengemeinde muss jedoch nicht den kompletten Teil tragen, das Vorhaben wird von der Stadt mit rund drei Millionen Euro und der evangelischen Landeskirche gefördert. Noch scheint der Umzug weit weg. Die Kinder wissen zwar, dass es demnächst losgeht. Doch so richtig klar wird das erst, wenn sie einige Spielsachen in Kartons packen dürfen. Ansonsten sind sie beim Umzug außen vor und dürfen sich dann in den neuen Räumen einleben. Und für Ausflüge ins Freie gibt es in der Umgebung ausreichend Spielplätze.

Bis voraussichtlich Ende August 2022 werden alle aus nächster Nähe beobachten können, was im Kindergarten nebenan passiert. Gefundenes Fressen für die Neugier der Kleinen. Doch auch die Erzieherinnen werden genau verfolgen, wie es auf der Baustelle vorangeht. „Wir sind gespannt und freuen uns drauf“, sagt Olga Marx.

Die Serie

In Fürstenfeldbruck stehen einige große Bauvorhaben an. Einige befinden sich noch in der Vorbereitung, bei anderen hat die Umsetzung bereits begonnen. Was sich in diesem Jahr tun wird, beleuchtet die Serie „Brucks große Bauprojekte“ in loser Folge.

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