Im Brucker Westen könnte ein Park entstehen.
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Im Brucker Westen könnte ein Park entstehen.

Umweltausschuss

Ideen für einen neuen Park im Westen Fürstenfeldbrucks

  • Ingrid Zeilinger
    vonIngrid Zeilinger
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Eine Verschnaufpause auf der Bank, Toben mit den Kindern und dazu Platz für Urban Gardening: Der Westpark soll mehr Grün in den Westen der Stadt bringen. Nun einigte sich der Umweltausschuss auf ein Modell. Entstehen soll ein Park der Sinne.

Fürstenfeldbruck – Die Idee zum Westpark geht auf das Jahr 2014 zurück. Seitdem wurde viel geplant und überlegt, dann hörte man wieder nichts von dem Projekt. Doch nun legte Landschaftsplanerin Kathrin Zifreund zwei Varianten vor, die im Westen der Stadt entstehen könnten. Beide stehen unter dem Motto „Park der Sinne und Natur“.

Das Modell „Im Fluss“ zieht sich von der Amper zum Rothschwaiger Forst. Auf einem Hauptverbindungsweg können Radfahrer durch den Park fahren. Es gibt Spielwiesen, einen Sandkasten und eine Sportfläche. Durch einen Barfußpfad, die essbare Stadt – sprich Bäume, Beete und Sträucher, die die Bürger ernten dürfen – und verschiedene Kräuter sollen alle Sinne angesprochen werden. „Es ist ein schöner Übergang in die Bebauung“, sagte Zifreund. Die Variante „Sinneswandler“ sieht dagegen viele kleine Wege vor, die wie ein Mosaik verknüpft sind. Sonnenuhr, Pergola mit Windspiel sowie die anderen Sinnes-Spiele aus der ersten Variante sorgen für Abwechslung. Ein Podest und zwei Hochbeete sorgen für ein welligeres Gelände. Allerdings ist dieses Modell deutlich teurer.

Die Debatte

Die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt, Verkehr und Tiefbau favorisierten die erste Variante. „Es ist schade, dass sich der Park auf einen kleinen Bereich konzentriert“, meinte Mirko Pötzsch (SPD). Er regte an, die daran anliegenden Ausgleichsflächen einzubinden – durch Wege und Bänke. Laut Zifreund sollen sie auch betreten werden, aber eben nicht zum Schaden der Flächen. Mit Hinweisschildern wolle man darüber informieren, was auf den Flächen erlaubt ist.

Thomas Brückner (Grüne) regte an, den Grünzug einerseits nach Norden bis zum Wäldchen an der Hubertusstraße und andererseits bis nach St. Bernhard weiter zu führen. Zudem schlug er vor, die essbare Stadt weiter weg von der Hauptachse zu legen.

Auf Nachfrage von Markus Droth (FW) erklärte Zifreund, dass auf der Sportfläche eine Art Calisthenics-Anlage entstehen soll. Denn die am Marthabräuweiher erfreut sich großer Beliebtheit. Geplant sei eine Anlage, die alle Altersgruppen und auch Menschen mit Handicap nutzen können. Pötzsch riet noch, die Querungshilfe an der Rotschwaiger Straße bei der Planung im Hinterkopf zu behalten und sie mit der Gestaltung des Parks umzusetzen.

Der Ausschuss stimmte geschlossen für die Variante „Im Fluss“. Christian Götz (BBV) wünschte sich, die Hochbeete in die Essbare Stadt einzuarbeiten, um etwas Bewegung ins Gelände zu bringen. Die Kosten für den Westpark liegen bei rund 130 000 Euro. Mit der Ausschreibung wird im nächsten Jahr gestartet.

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