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Gastronomie

Im ehemaligen Modehaus: Weiterer Italiener in der Brucker Innenstadt

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Seit einem Jahr steht das ehemalige Modehaus Kohl leer. Jetzt wird es neu belebt – mit einem italienischen Gourmet-Restaurant. Ein Münchner Investor hat das teils denkmalgeschützte Gebäude gekauft und an eine in Fürstenfeldbruck nicht unbekannte Gastronomen-Familie verpachtet. Damit entsteht in der Innenstadt innerhalb von 500 Meter das 6. italienische Lokal.

Fürstenfeldbruck – Den Zuschlag für das Kohl-Gebäude hat die italienische Gastro-Familie bekommen, die bereits das Ristorante „Piazzetta“ am alten Rathaus, die Eisdiele „Al Ponte“ an der Amperbrücke und das Cafe’ „Macciato“ gegenüber dem Kohl-Gebäude betreibt. Maximilian Nicola, erklärte gegenüber dem Tagblatt, dass sie neue gastronomische Wege mit einer italienischen Gourmet-Küche anbieten wollen.

Maximilian Nicola (l.) und Domenico Tarzia wollen italienischen Schmankerl anbieten.

Und schon regt sich Unmut unter den ebenfalls im Gastro-Gewerbe tätigen italienischen Landsleuten. Vor allem Antonio Di Gorga, der im Brunnenhof das „Brunello“ betreibt, ist stocksauer. Er wollte im Kohl-Haus gemeinsam mit einem Münchner Kollegen eine nur auf Straßenverkauf ausgerichtete Eistheke eröffnen. Ein Innenarchitekt war schon beauftragt. „Die Vertragsunterzeichung stand unmittelbar bevor“, sagt Di Gorga.

Er ist in der Kreisstadt bestes vernetzt und wurde erst kürzlich als Beisitzer im CSU-Ortsverband bestätigt. Ihn reizte vor allem die „am Nachmittag sonnige Lage“ – ungeachtet dessen, dass es bereits zwei italienische Eisdielen in unmittelbarer Umgebung gibt. Just von dort bekam er Gegenwind – und der Mitbewerber den Zuschlag.

Kohl-Gebäude in Fürstenfeldbruck teils unter Denkmalschutz

Deshalb ist nun ein in der Region hauptsächlich als Taekwondo-Trainer bekannter Kampfsportler zwischen die Fronten geraten: Klaus Haggenmüller managt hauptberuflich für ein Münchner Wohnbau-Unternehmen den Immobilienmarkt. In dieser Funktion ist der Brucker, der beim TV Emmering die Taekwondo-Abteilung gegründet hat, auf das Kohl-Areal aufmerksam geworden. Das Unternehmen, für das er arbeitet, hatte zuletzt am hinterhalb liegenden Schulweg einen Neubau geschaffen. Ursprünglich war auch der Allinger Bauunternehmer Thomas Vilgertshofer als Kohl-Käufer im Gespräch gewesen.

Laufzeit erstmal bis 2022

Weil dieses teilweise unter Denkmalschutz steht – wie das gleich gegenüber von Vilgertshofer erworbene Brameshuber-Haus – wird im Kohl-Gebäude eine ähnliche Lösung gesucht. Drei Jahre hat sich Haggenmüller als Planungszeitraum vorgenommen. Doch bis 2022 will der Investor die Räume nicht verwaist lassen, weshalb jetzt die Italiener an Bord geholt wurden. 2000 Euro Pacht zahle er monatlich, bestätigte der neue Restaurant-Betreiber dem Fürstenfeldbrucker Tagblatt. Mit der Option, nach drei Jahren die Geschäftsfläche kaufen zu können. Für den Haupttrakt hat angeblich eine Verkaufskette für Ein-Euro-Produkte Interesse angemeldet. Konkret ist aber noch nichts. Haggenmüller: „Es gibt Gespräche in alle Richtungen.“ Auch die Stadt Fürstenfeldbruck sei involviert.

Während der „Brunello“-Wirt mächtig angefressen ist („Mir wurde meine Idee geklaut“), betont Haggenmüller, stets fair verhandelt und alle Interessenten mehrfach auf die Lage hingewiesen zu haben. Wobei die „allererste Eisdielen-Variante“ ohnehin von einem nicht-ortsansässigen Unternehmen gekommen sei, das auf Vermittlung eines Maklerbüros aus Ellwangen in Baden-Württemberg Interesse angemeldet hatte.

Internationale Küche

Fürstenfeldbrucks Küche ist international – vor allem in der Innenstadt. Bereits etabliert sind zwei türkische, ein chinesisches, ein amerikanisches Burger- sowie ein bayerisches Schmankerl-Lokal (Marthabräu). Zudem gibt es bereits im Hotel Post internationale Küche – und demnächst soll auch ein Thailänder im ehemaligen Jungbräu einziehen

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