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Der Weg bis zum Bau neuer Wohnungen ist lang.

Fürstenfeldbruck

Im Schneckentempo zu bezahlbaren Wohnungen

  • Thomas Steinhardt
    vonThomas Steinhardt
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So richtig in Schwung gekommen ist die Kreis-Wohnbaugesellschaft bislang nicht. Es liegt nur eine Handvoll an Grundstücksangeboten vor – die meisten vom Landkreis selbst.

Fürstenfeldbruck– Landrat Thomas Karmasin (CSU) berichtete im Kreisausschuss von der Entwicklung der Wohnbau-GmbH, die im Oktober 2019 nach langem Ringen aus der Taufe gehoben wurde und der 16 Kommunen im Landkreis angehören. Auf eine Anfrage hin hätten sich neun Gesellschafter überhaupt nicht gemeldet, berichtete Karmasin.

Vier Interessenten

Vier Kommunen hätten Interesse daran angemeldet, ihre Liegenschaften von der Gesellschaft verwalten zu lassen. Als einzige Kommune sei Gröbenzell bereit, Grund einzubringen. Dabei handelt es sich um den so genannten Züblinzwickel. „Der Enthusiasmus hält sich in Grenzen“, konstatierte Karmasin. Vielleicht liege das ja an der Corona-Krise.

Vier Grundstücke

Der Landkreis selbst ist bereit, vier Grundstücke in die Gesellschaft einzubringen, deren Ziel die Schaffung bezahlbaren Wohnraums ist. Die Grundstücke wurden als grundsätzlich geeignet gemeldet. Eines dieser Areale liegt im westlichen Landkreis, drei in der Stadt Fürstenfeldbruck, wobei zwei aus Erbpacht-Verträgen stammen. Die Brucker Grundstücke böten Baurecht für geschätzt jeweils rund sechs Wohneinheiten, erklärte ein Sprecher der Kreisbehörde auf Nachfrage.

Das Landratsamt hoffe insbesondere, Wohnraum für eigene Bedienstete schaffen zu können. Genauere Angaben über die Areale wollte der Sprecher nicht machen, da unklar sei, ob und wenn ja, wie sie von der Gesellschaft bebaut werden könnten.

Impulse nötig

In einem kurzen Austausch in der Sitzung des Kreisausschusses war SPD-Fraktionschef Christoph Maier der Ansicht, dass das Thema Impulsgeber brauche. „Es kann nicht sein, dass wir weiter schlafen.“ Karmasin entgegnete, dass es jetzt an den Gemeinden hänge. Denn nur diese können ja Baurecht schaffen, nicht der Landkreis selbst.

Hauptamtlich managen

In den Kommunen scheine der Wille dazu aber nicht all zu ausgeprägt, sagte Karmasin. Wie er außerdem anmerkte, könne die Gesellschaft nicht wie jetzt ehrenamtlich geführt werden, wenn sie wirklich in Schwung kommen sollte. 

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