Ist das Reh ein Klimakiller?

Hunting for Future

Jäger gegen radikalen Reh-Abschuss

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 Sind Rehe Schädlinge und sogar schlimmer als manche Käferplage oder Dürrephase? Wenn es nach der Initiative „Hunting4future“ geht: ja. Sie wolle mit dem Gewehr gegen den Klimawandel vorgehen. Der lokale Jagdverband ist empört.

Fürstenfeldbruck – Weil sich das Rehwild auch von Baumtrieben ernährt – der sogenannte Verbiss –, hat ein erhöhter Wildbestand durchaus Auswirkungen auf den Wald. Deshalb legt das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) jährlich Abschusszahlen fest, die dem entgegenwirken sollen. Die Anzahl der erlegten Tiere im Landkreis hat sich so in den vergangen 15 Jahren mehr als verdoppelt. Aber ohne Rücksicht auf Muttertierschutz oder eine tierschutzgerechte Jagd kann es nach Ansicht der Kreisgruppe des Bayerischen Jagdverbands (BJV) nicht ablaufen.

„Wir Jäger unterstützen unsere Waldbesitzer beim nötigen Waldumbau“, sagt der Kreisvorsitzende des BJV, Gerhard von Hößlin. Aber nur mit dem Gewehr sei das nicht zu machen. Da würden auch keine höheren Abschusszahlen helfen. „Das heimische Rehwild ist definitiv kein Schädling“, sagt von Hößlin.

Veterinäre und Biologen gehen sogar davon aus, dass zu hoher Jagddruck dem Waldumbau schaden könnte. Deshalb ist es umso notwendiger, dass sich Jäger, Waldbesitzer und Politiker zusammensetzen und an sinnvollen Lösungen arbeiten, was in Fürstenfeldbruck gerade intensiv geschehe, so von Hößlin. Der BJV verurteilt daher, dass unter dem Deckmantel der Ökologie der Waldumbau zu Lasten der Tiere umgesetzt werden solle.  tel

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