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In Bruck kann man schon mal ein Knöllchen bekommen.

Fürstenfeldbruck

Knöllchen in der Krise - Muss das sein?

Knöllchen am parkenden Auto sind ein immer ein Ärgernis. Gerade in der Corona-Krise aber fühlen sich einige Brucker von Strafzetteln besonders genervt.

Fürstenfeldbruck -  „Dass der Oberbürgermeister Politessen, kaum dass Geschäfte wieder öffnen dürfen, durch die Innenstadt laufen und Knöllchen wegen geringer Zeitüberschreitung ausstellen lässt, ist unsensibel“, sagt Stefanie Tobisch-Haupt, die sich an das Tagblatt gewandt hatte. Es würde mehr Sinn machen, Einzelhändler und ihre Kunden nicht so auszubremsen, sagt sie. 

In den letzten Wochen sei ja so viel im Internet bestellt worden, dass die Geschäfte vor Ort nun doch wieder mehr Umsatz machen sollten. Fehlende Parkplätze seien da hinderlich, so Tobisch-Haupt. Erschwerend käme hinzu, dass am gerne als Parkplatz genutzten Volksfestplatz ja nun das Autokino seine Pforten geöffnet habe und noch weniger Parkraum in der Innenstadt zur Verfügung stünde. 

Das sagt die Stadt

Dass der Oberbürgermeister rein rechtlich korrekt handelt, will Tobisch-Haupt gar nicht abstreiten. Aber in Zeiten, in denen man sich gegenseitig helfen und unterstützen solle, sei dieses Verhalten unklug und bürgerunfreundlich, so Tobisch-Haupt.

 Von Seiten der Stadt weist man die Kritik zurück. Rathaus-Sprecherin Susanna Reichlmaier sagte auf Anfrage unserer Zeitung, dass am Volksfestplatz trotz des Autokinos immer noch 440 Parkplätze zur Verfügung stünden: „Gebührenfrei und ohne zeitliche Begrenzung.“ Auch bei Zeitüberschreitungen gehe das städtische Personal flexibel und zurückhaltend vor. Im eingeschränkten Halteverbot seien zwar nur drei Minuten erlaubt. Verwarnt werde aber in aller Regel erst ab fünf Minuten und mehr. Das aber sei auf den Seitenstreifen entlang der Geschäfte notwendig, um den Lieferverkehr nicht zu behindern. Der würde laut der Rathaussprecherin sonst auf den Mittelstreifen ausweichen, der wiederum Rettungsdiensten und Einsatzfahrzeugen etwa von Feuerwehr oder Polizei vorbehalten sei. Kurzzeitparkzonen sind aber, so Reichlmaier, nicht nur an der Hauptstraße vorhanden, sondern auch in der Dachauer und Pucher Straße.

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