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Bald soll in Fürstenfeldbruck gejubelt werden.

Am Westrand der Stadt

Kommt neben die Arena eine Dreifachhalle?

  • Ingrid Zeilinger
    vonIngrid Zeilinger
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Im Westen der Stadt soll eine Multifunktionshalle entstehen. Neben der Traglufthalle ist auch eine Trainingshalle geplant, in die sich auch Brucker Vereine einmieten könnten.

Fürstenfeldbruck – Im Sommer wurde bekannt, dass der „Geilste Club der Welt“, wie sich die Volleyballer des TSV Herrsching nennen, an der Cerveteristraße eine Traglufthalle bauen will. Dort soll die Herrschinger Bundesligamannschaft spielen, auch die TuS-Handballer könnten dort auf Torejagd gehen. Bei der Stadt rannte das Vorhaben offene Türen ein, schließlich suchen auch die Brucker Vereine weitere Trainingsmöglichkeiten. Denn die geplante Dreifachhalle am Sportzentrum West – in fast direkter Nachbarschaft – ist derzeit nicht finanzierbar.

Nachdem der Planungsausschuss grünes Licht gegeben hatte, folgten die ersten Gespräche mit Vertretern der Herrschinger, des TuS, eines Tanzstudios, des Sportbeirats sowie der Verwaltung. „Wir sind auf einem sehr guten Weg“, berichtet OB Erich Raff. „Wir haben mit dem TSV Herrsching einen sehr kompetenten Partner an der Hand.“

Nicht nur Volleyball soll in der Halle gespielt werden

Geplant ist eine Multifunktionshalle, in der neben Sportveranstaltungen auch Konzerte, Messen und mehr stattfinden können. „Die Arena bekommt einen einfachen Betonboden“, erklärt Fritz Frömming, Geschäftsführer der Spielbetriebsgesellschaft der Volleyballer. Für Volleyball- und Handballspiele oder andere Nutzung wird der jeweils nötige Boden darüber gelegt.

Ein Training ist daher in der Traglufthalle nicht möglich. Vielmehr soll nebenan eine Trainingshalle entstehen. Raff spricht von einer schlichten, einfachen Dreifachturnhalle. Sie ersetzt die Halle am Sportzentrum III und soll neben den Herrschingern auch den Brucker Vereinen zur Verfügung stehen – natürlich gegen Miete.

Klingt alles wunderbar. „Die spannende Frage ist, ob es finanzierbar ist“, sagt Raff. An so ein Riesenprojekt müsse man mit Bedacht herangehen. Denn für Arena, Grund und Dreifachhalle rechnet man mit 15 bis 20 Millionen Euro. Daher ist Frömming etwas zurückhaltender mit seiner Einschätzung. „Alles steckt noch in den Kinderschuhen.“ Seine Aufgabe ist nun, einen Businessplan zu erarbeiten. Denn auch für einen Investor muss sich das Projekt lohnen. Ausgaben, Einnahmen und Folgekosten müssen stimmen. „Die Arena wird richtig kosten“, sagt Frömming. Doch das Geld komme durch die Zuschauer wieder rein. Zudem müsse man wissen, was die einzelnen Vereine wollen und wie die Halle ausgestattet sein soll.

TuS hält an seinen Vorstellungen für eine Halle fest

Der TuS hält an seinen Wünschen für die gescheiterte Sportzentrumshalle fest. „Die Kegler müssen unterkommen, und es muss Voraussetzungen für den Turnsport geben“, sagt Präsident Herbert Becker. Er hofft auf mehr Trainingszeiten tagsüber. Denn aufgrund des gesteigerten Ganztagsunterrichts sei es immer schwieriger, in Turnhallen vor 16 Uhr Stunden zu bekommen. Dann könne man Mitglieder hinzugewinnen. „Den TuS würde es freuen, wenn so eine Halle entstehen würde.“ Eine Miete wäre kein Problem, über eine Beteiligung am Bau oder der Sponsorensuche könne man sprechen. „Wenn wir gebraucht werden, stehen wir bereit.“ Und auch Joachim Mack bietet die Unterstützung seines Sportbeirats an. „Es wäre ein kleines Aushängeschild für Bruck.“

Frömming hofft auf Unterstützung durch den TuS. Denn sobald die Finanzen stehen, stehen Gespräche mit Investoren an. „Wir haben Sponsoren, die Interesse haben“, sagt der Geschäftsführer. Allerdings habe sich das Konzept verändert, da in Herrsching der Grund gestellt worden wäre. „Daher müssen wir nochmal reden.“

Bei der Stadt bereitet man sich auf das Bebauungsplanverfahren vor. Und das nächste Treffen soll Ende November in größerer Runde stattfinden. Auch Fürstenfeld-Chef Norbert Leinweber wird geladen, denn die Arena soll schließlich dem Veranstaltungsforum keine Konkurrenz machen. Im Januar, so hofft Frömming, könne man mehr ins Detail gehen. Denn schließlich soll die Traglufthalle im Herbst 2022 stehen – zum Start der Volleyballsaison.

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