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Erstens, zweitens, drittens: Thomas Silberhorn, Staatssekretär im Verteidigungsministerium, zählte auch im Gespräch mit (v.r.) OB Raff, CSU-Bundestagsabgeordneter Katrin Staffler und CSU-Ortschef Andreas Rhode die Aufgaben der Bundeswehr auf.

Neujahrsempfang der CSU Fürstenfeldbruck

Konversion von Fursty in Absprache mit Kommunen

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Bei der Konversion des Fliegerhorstes sollen die betroffenen Kommunen eng eingebunden werden. Das sagte Thomas Silberhorn, Staatssekretär im Verteidigungsministerium, beim Neujahrsempfang der Brucker CSU. Er versprach offene und transparente Gespräche.

Fürstenfeldbruck  Silberhorn freute sich über die Begrüßung des Ortsvorsitzenden Andreas Lohde, der betonte, dass die Bundeswehr in Bruck immer willkommen sei. Silberhorn erwiderte: „Die Gesellschaft muss der Bundeswehr einen Platz einräumen. Hier in Fürstenfeldbruck ist das der Fall.“

900 zivile und militärische Dienstposten sind in der Kreisstadt besetzt – noch. Schon bald soll die Offiziersschule nach Roth umziehen. Die Fertigstellung des dortigen Neubaus ist für 2021 ins Auge gefasst. „Wann der Umzug erfolgt, hängt davon ab, wann in Roth die einzelnen Gebäude konkret fertig werden“, sagt Silberhorn. Bis dahin will der Staatssekretär die beteiligten Orte offen in die Gespräche einbinden. „Wir wollen Entscheidungen treffen, mit denen die Kommunen zurechtkommen.“

Neben diesem gedanklichen Ausflug nach Bruck stand vor allem die Sicherheitspolitik auf Landes-, Bundes- und Europa-Ebene im Mittelpunkt der Rede Silberhorns. Mit Blick unter anderem nach Kiew hatte Lohde zuvor gesagt: „Die Nähe zu den Krisenherden sollte uns immer wieder deutlich machen, wie fragil unsere Freiheit ist.“ Allerdings sei die Bundeswehrreform beschlossen worden, als eine weltpolitisch völlig andere Situation herrschte. „Man sollte sie deshalb vielleicht jetzt noch einmal überdenken.“

Das sah auch Silberhorn so: „Die Bundeswehr der Zukunft wird anders aussehen.“ Zum einen wandle sich das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung, das in zunehmendem Maße von den sozialen Netzwerken bestimmt werde. „Dort gibt es Trolle und Falschmeldungen, Abstimmungen werden beeinflusst.“ Man müsse damit rechnen, dass es auch bei der Europawahl in diesem Jahr dazu komme. „Es gibt offenbar ein Interesse, Europa zu spalten.“

Damit habe sich auch die Bedrohungslage verändert. „Früher war die Bedrohung meist weit weg, heute hat sie jeder auf dem Handy, Tablet oder PC“, sagte Silberhorn und verwies auf den jüngsten Datenklau bei Politikern durch einen erst 20-jährigen Hacker. Auch in der Bundeswehr müsse man sich darauf einstellen und verstärkt auf Cyberabwehr setzen. Um ihrem Auftrag nachkommen zu können, müsse die Bundeswehr entsprechend ausgerüstet werden, sagt Silberhorn. Daran arbeite man.

Auslandseinsätze wie im Kosovo verteidigte der Staatssekretär: „Es ist unser ureigenstes Interesse, dass in der unmittelbaren Nachbarschaft Europas stabile Verhältnisse herrschen.“

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