Haben ihre Lehrzeit beendet: Junggesellen der Schreinerinnung empfingen in Hörbach ihre Zeugnisse von Kreishandwerksmeister Franz Höfelsauer (r.). Andreas Obermaier, Obermeister der Schreinerinnung (3.v.r., stehend) gratulierte.
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Haben ihre Lehrzeit beendet: Junggesellen der Schreinerinnung empfingen in Hörbach ihre Zeugnisse von Kreishandwerksmeister Franz Höfelsauer (r.). Andreas Obermaier, Obermeister der Schreinerinnung (3.v.r., stehend) gratulierte.

Appell zu regionaler Wertschöpfung an junge Schreiner

Kreishandwerksmeister spricht 19 neue Gesellen der Schreinerinnung frei

  • VonDieter Metzler
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Große Freude herrschte unter den freigesprochenen Auszubildenden, die ab sofort als „frischgebackene“ Gesellen die Schreinerbetriebe in der Region verstärken können.

Landkreis – Insgesamt freuten sich 19 junge Leute über ihre bestandenen Prüfungen. Ein Anlass, stolz auf die Leistungen zu sein, meinte dann auch Andreas Obermaier, Obermeister der Schreinerinnung, bei der Freisprechungsfeier in Hörbach.

Zwei Jungesellinnen und 17 Junggesellen empfingen vor kurzem im „Parkettstadl“ ihre Zeugnisse. Die Freisprechung übernahm Kreishandwerksmeister Franz Höfels-auer. Auch die drei Sieger der „Guten Form“ erhielten während der kleinen Feierstunde ihre Urkunden.

„Es freut mich ganz besonders, dass wir wieder so viele frische Gesellen haben, die uns am Arbeitsmarkt unterstützen werden“, sagte Obermaier bei seiner Begrüßung. „Ich hoffe doch, dass ihr alle dem Schreiner-Handwerk treu bleibt.“ Es gebe da doch viele Möglichkeiten, zählte der Schreiner-Obermeister auf. Beispielsweise könne man seinen Meister machen, einen Betrieb gründen oder auch als Werkstattleiter arbeiten.

Es gebe viele Betriebe, die auf unterschiedliche Produktgruppen spezialisiert sind, sagte Obermaier und gab den Junggesellen noch mit auf den Weg, nachdem nicht jeder alles macht, die Zukaufteile bei einem regionalen Betrieb zu erwerben. „Bestellt nicht im Ausland oder irgendwo in Deutschland und schiebt die Wertschöpfung irgendwo hin. Es gibt im Landkreis genügend starke Betriebe. Wir wollen doch alle unsere Region stärken, das muss unser aller Anliegen sein.“

Der Kreishandwerksmeister Höfelsauer ging auf die schwierige Situation in der Schlussphase der Ausbildung wegen der Corona-Pandemie ein. „Es war nicht einfach für Sie.“ Der Lockdown Mitte März habe alles auf den Kopf gestellt. Durch gezielte Hygienemaßnahmen und große Anstrengungen der Berufsschule sei es aber dann doch gelungen, einen Anwesenheits- oder einen digitalen Unterricht abzuhalten. Auch die Vorbereitungen der Prüfung hätten darauf abgezielt, den Auszubildenden einen gerechten und normalen Prüfungsablauf zu ermöglichen. Dafür dankte Höfelsauer den Berufsschullehrern sowie dem Prüfungsausschuss, der durch den Vorsitzenden Hans Aumüller bei der Freisprechungsfeier vertreten war.

An die frisch gebackenen Gesellen richtete Höfelsauer den Wunsch, weiterhin nicht stehen zu bleiben, sondern sich weiterzubilden. „Als Meister oder Betriebswirt des Handwerks eröffnen sich Ihnen viele Wege für erfolgreiche berufliche Zukunft.“

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