Die Kulturnacht in Fürstenfeldbruck muss erneut wegen Corona abgesagt werden.
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Die Kulturnacht in Fürstenfeldbruck musste erneut wegen Corona abgesagt werden.

Fürstenfeldbruck

Kulturschaffende wollen Open-Air-Sommer

  • Ingrid Zeilinger
    vonIngrid Zeilinger
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Die neue Kulturreferentin Tina Jäger will die Kulturschaffenden aus der Kreisstadt stärker vernetzen. Daher hat sie zum ersten Runden Tisch Kultur geladen. Das Fazit fällt positiv aus. Man will sich regelmäßig treffen und im Sommer Open-Air-Veranstaltungen auf die Beine stellen – sofern Corona es zulässt.

Fürstenfeldbruck – 17 Vereine haben sich für den ersten virtuellen Runden Tisch Kultur angemeldet. Vom Chor über Subkultur, Kulturverein, einem freischaffenden Künstler bis hin zu Vertretern von Museum und Veranstaltungsforum reichte das Spektrum. Dazu kamen die beiden Kulturreferenten Tina Jäger (SPD) und Birgitta Klemenz (CSU) sowie Andreas Habersetzer von der Stadtverwaltung. Ihre Erwartungen seien übertroffen worden, sagt Jäger. „Ich bin froh, wie divers die Teilnehmerzahl war, ein Querschnitt der Kulturlandschaft.“

Erstmal stand eine Kennenlernrunde auf dem Programm – und ein Bericht, wie es den Vereinen in der Corona-Pandemie ergeht. Ein Orchestervertreter berichtete von der Suche nach Proberäumen, ein anderer bot welche an. „Dass sich die Vereine untereinander vernetzen, ist genau das, was ich mir erhofft habe“, sagt Jäger.

Alle gehen auf dem Zahnfleisch

Klemenz bestätigt, dass die Kulturschaffenden froh sind, sich kurzzuschließen. „In der jetzigen Zeit ist das besonders wichtig, da alle auf dem Zahnfleisch gehen.“ Das belegen die Berichte über Hygienekonzepte, die mühevoll erstellt wurden, um dann doch Veranstaltungen absagen zu müssen. Jüngste Beispiele sind das Aus für das Weinfest der Heimatgilde und die Brucker Kulturnacht.

Stattdessen gibt es ein anderes Ergebnis: die Idee, im Sommer eine Open-Air-Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Andreas Habersetzer, bei der Stadt für Feste und Märkte zuständig, kann sich das gut vorstellen. „Ob auf Eigeninitiative der Vereine oder ob die Stadt etwas anbietet, muss sich noch herausstellen.“ Klar sei: Jeder, der den Bürgern etwas anbieten wolle, könne den Niederbronner Platz, Volksfestplatz oder Geschwister-Scholl-Platz nutzen. So sollen heuer die Zaubergala und der Gaumenkitzel des Brucker Netzes am Niederbronnerplatz eine zweite Auflage erleben.

Man werde im Gespräch bleiben, sagt Jäger. „Wir werden das in jedem Fall weiter verfolgen.“ Als Veranstaltungsort bringt Klemenz auch Fürstenfeld ins Spiel. Im Blick auf die Zukunft müsse man auch die örtlichen Kulturschaffenden im Veranstaltungsforum etablieren. Ob es was wird mit der Open-Air-Kultur, wird die Zeit und die Corona-Entwicklung zeigen, sagt Jäger. „Ich will nicht zu große Hoffnungen schüren und dann doch wieder absagen.“

Sie will den Runden Tisch nun regelmäßig vor den Sitzungen des Kultur und Werkausschusses einberufen. So könne man Themen der Kulturschaffenden einbringen oder auch Anträge an den Ausschuss stellen. So seien kulturelle Themen im Ausschuss auch präsenter, ergänzt Klemenz „Bisher war es mehr Werk als Kultur.“ Und manche Anliegen lassen sich auch schon auf kleinerer Ebene lösen, wie die Suche nach Probenräumen gezeigt hat.

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