Pakete voller Masken sind von Bruck nach Cerveteri geflogen worden. Pfarrgemeinderats-Vorsitzender Gerd Goller (l.) zeigte OB Erich Raff das Ergebnis der vielen fleißigen Helfer aus der Pfarrei.

Fürstenfeldbruck

Lob für fleißige Näher von St. Magdalena

  • Ingrid Zeilinger
    vonIngrid Zeilinger
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In der Corona-Krise rücken die Menschen zusammen. In Deutschland, aber auch in Europa. Das zeigt eine Aktion des Pfarrgemeinderats von St. Magdalena. Viele fleißige Helfer nähten Masken für die Menschen in der Partnerstadt Cerveteri. In zwei Wochen kamen über 500 Stück zusammen.

Fürstenfeldbruck – Geblümt, einfarbig, mit bayerischen Rauten: Die Designs sind ganz verschieden. Und all diese Masken werden nun die Menschen in Cerveteri als Schutz gegen das Corona-Virus tragen. Die Idee zu diesem Akt der Solidarität entstand im Pfarrgemeinderat von St. Magdalena. „Wir wollten in der Corona-Krise unsere Verbundenheit zeigen“, berichtet der Vorsitzende Gerd Goller. Denn als nicht mal mehr Gottesdienste gefeiert werden durften, suchte man nach einer Möglichkeit, aktiv zu werden. „Wir waren ja alle eingesperrt.“

Die Damen des Missionskreises nähten bereits fleißig Mund-Nasenschutz für die Zeit, wenn die Menschen wieder in die Kirche durften. Doch viele Gottesdienstbesucher waren bereits ausgestattet, die Nachfrage war nicht so groß. Daher kam Goller der Gedanke, auch den Menschen in den Partnerstädten etwas Gutes zu tun. „Sie sind weit stärker betroffen als wir, da gab es ja totale Ausgangssperren.“ Zunächst nahm er Kontakt mit einer Pfarrei in der Gegend von Cerveteri auf. Doch dort wurde bereits genäht. Also kontaktierte man die Rathäuser der Partnerstädte in Italien, Frankreich und Kroatien – und aus Cerveteri kam die schnellste Antwort: „Es würde sie sehr freuen“, berichtet Goller.

Große Resonanz

Also startete er im Pfarrverband einen Aufruf, wer mitnähen würde. „Die Resonanz war phänomenal. Manche Leute haben sich sogar eine Nähmaschine gekauft“, erzählt Goller. Auch die Missionskreis-Näherinnen legten ihre übrigen Masken dazu. Innerhalb von zwei Wochen wurden über 500 Exemplare abgegeben. So nähte ein junger Mann drei Stück, einmal kamen 114 auf einen Schlag. Auch Gollers Frau fertigte 60 Stück. „Bei uns daheim hat es wie in der Schneiderei ausgesehen“, erzählt er und lacht.

Auch bei der Stadt war man von dem Engagement begeistert. So steuerte Bruck 200 Euro für Materialkosten und Porto bei. Außerdem verschickte OB Erich Raff mit einem Schreiben auch Masken mit dem Brucker Wappen für den Stadtrat von Cerveteri.

In der vergangenen Woche wurden die Masken losgeschickt. Inzwischen sind sie angekommen. „Mir wurde der erste Dank des Bürgermeisters zugetragen“, berichtet Goller. Der für die Städtepartnerschaft zuständige Rathaus-Mitarbeiter will sich um die Verteilung kümmern. Das seine Idee auf so große Resonanz gestoßen ist, freut Goller und seine Mitstreiter. „Es ist schön, wenn man ein Zeichen setzen kann.“

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