Mit einigen Flaschen Wein verabschiedete OB Erich Raff (r.) den scheidenden Stadtbaurat Martin Kornacher. Foto: weber
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Mit einigen Flaschen Wein verabschiedete OB Erich Raff (r.) den scheidenden Stadtbaurat Martin Kornacher.

Martin Kornacher geht Anfang Dezember in den Ruhestand

Lobende Worte für Stadtbaumeister

  • Ingrid Zeilinger
    vonIngrid Zeilinger
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20 Jahre hat Martin Kornacher die Entwicklung Fürstenfeldbrucks maßgeblich geprägt. Anfang Dezember geht der Stadtbaumeister, der viermal in dieses Amt gewählt wurde, in den Ruhestand. 

Fürstenfeldbruck – Nun wurde er im Stadtrat offiziell verabschiedet.

OB Erich Raff überreichte dem Italien-Liebhaber einige edle Tropfen Wein. „Sie haben viele Projekte maßgeblich angeschoben, so manchen Fördertopf geleert und waren in vielen Wettbewerben für die Stadt als Preisrichter tätig“, sagte der Rathauschef. Man sei nicht immer der gleichen Meinung gewesen, doch man sei seinen fundierten Vorschlägen oft gefolgt. Er würde sich freuen, wenn Kornacher die städtebauliche Entwicklung aus der Ferne oder bei einem Besuch weiter verfolgen würde.

Vize-Bürgermeister Christian Stangl – als langjähriger Planungsreferent arbeitete er eng mit Kornacher zusammen – bezeichnete den Hobby-Imker als bienenfleißig. Wie sich ein Imker um den Zustand seiner Völker sorge, so habe er den Zustand der Stadt analysiert und historische Perspektiven eingebracht. „Sie machten aus Stadtplanung Stadtbaukunst.“

Diese Art der Stadtimkerei habe für Bruck viele Erträge gebracht: das Veranstaltungsforum Fürstenfeld, das ein Magnet sei, das Projekt Leben findet Innenstadt, den Umbau des Hauptplatzes, auf dem sogar für Fahrradstreifen Platz war, die Gestaltung des Geschwister-Scholl-Platzes, den Energienutzungsplan und die Verbindung von Wohnen und Arbeiten. Seiner Beobachtungsgabe sei es zu verdanken, dass das Lichtspielhaus als denkmalgeschütztes Gebäude im Besitz der Stadt sei. Stangl erinnerte an die Venedig-Reise mit Bauamtsmitarbeitern und der Stadtspitze zum Studium und Teambilden.

Vor 19 Jahren habe er an gleichem Ort in einem Stadel gestanden und überlegt, wie man ihn gestalte, erinnerte sich Kornacher. Er freue sich, dass man den Kleinen Saal seit vielen Jahren so nutze. Er betonte, ohne das engagierte Team aus dem Bauamt wäre vieles nicht möglich gewesen. Und auch der Stadtrat sei auf die eine oder andere Idee eingegangen und habe selbst welche eingebracht. „Danke, dass Sie es 20 Jahre mit mir ausgehalten haben.“    imu

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