Montagsspiele der Bundesliga sollen abgeschafft werden - und dafür an anderem Tag stattfinden

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Mit Feuereifer bei der Sache waren die zwei Dutzend Kinder beim 800-Meter-Rennen bei den TuS-Leichtathleten.

Sechste Auflage des TuS-Rennens

Darum laufen sie durch die Rothschwaige

Klein aber fein war er, der sechste Rothschwaige-Lauf des TuS Fürstenfeldbruck. Rund 150 Läufer aus Fern und Nah gingen an den Start: Familien, Betriebssportgruppen und Hobbyläufer.

Fürstenfeldbruck – Sieger des Rothschwaige-Halbmarathons, Ingbert Reinke (1:19,38 Stunden), kommt aus dem hessischen Hanau, die schnellste Frau über 21,1 Kilometer, Sabine Geyer (1:44,53), stammt aus Aschaffenburg. Die Zehn-Kilometer-Siegerin, Sonja Huber (44,30), lebt in Augsburg, der schnellste Mann, Michael Harlacher (36,51), in Odelzhausen. Alle vier sind in der Laufszene bekannt und haben Bruck anderen renommierten Rennen vorgezogen. Doch warum? „Meine Hoffnung war, dass ich hier Platz und Luft habe“, berichtete Reinke, der zurzeit am Ammersee Urlaub macht. „Die Massenveranstaltungen mag ich eigentlich nicht“, sagt Geyer. Harlacher tritt „generell lieber bei familiären Veranstaltungen“ an und Huber hatte ein ganz eigenes Motiv: Sie nutzte die von TuS angebotene Kinderbetreuung: „So können mein Mann und ich gemeinsam starten und unseren dreijährigen Sohn mitnehmen – ein tolle Sache.“

Rothschwaige-Lauf 2018 - die besten Bilder

Auch andere Familien gingen ins Rennen: Gleich zum Auftakt legte Eli Gosmann einen überlegenen Sieg hin. Der Achtjährige sprintete in 3,16 Minuten zweimal durch das Stadionrund. Sein Vater Sven (46) – Triathlet beim Brucker TriTeam – musste nachlegen. Auf dem heimischen Geläuf hatte er sich eine Zeit unter 1:30 Minuten vorgenommen. Eine knackige Ansage vor den Ohren der gesamten, sportlich engagierten Familie mit Ehefrau Ines, Vater Thomas, Mutter Doris und Tochter Nike. Was Sven Gosmann nicht wusste – er würde die Aufgabe weitestgehend im Alleingang bewältigen müssen. Spitzenmann Reinke war sofort davongezogen, dahinter formierte sich ein Verfolgerduo. Dann folgte der Dreikämpfer mit wachsendem Abstand – aber mit noch größeren Vorsprung auf den Rest des Feldes. Nach 1:29:20 Stunden querte Sven Gosmann den Zielkanal. Sein erster Blick galt der Uhr, der zweite seiner Frau.

Die Betriebssportgruppe einer Kältetechnik-Unternehmen aus dem benachbarten Gewerbegebiet hatte zehn Sportler an den Start geschickt, darunter den Sechs-Kilometer-Schnellsten Viktor Trenkenschuh (26,08). Warum engagiert sich die Firma sportlich? „Wir machen viele gemeinsame Events“, erzählte Sprecherin Katrin Bauer. „Bei so einem Sportfest direkt vor der Haustür sind wir natürlich dabei.“ Eine geringfügig weitere Anfahrt hatte die zwölfköpfige Laufgruppe eines Maisacher Strahltechnik-Spezialisten hinter sich. „Wir haben einen guten Laufcoach“, erzählt Pamela Bogner. Der Angesprochene, ein 1,88-Meter-Hüne namens Carsten Scheiblich, schmunzelte und lobte das Engagement seiner Schützlinge: „Bei uns ziehen alle toll mit.“

Stark vertreten war das Brucker Rathaus. Wie schon vor einem Jahr joggten einige Stadträte durch den Rothschwaiger Forst, verstärkt durch Beamte wie Kämmerin Susanne Moroff und Personalleiter Michael Wagner. Angeführt wurde die Delegation von der Dritten Bürgermeisterin Karin Geißler. „Ich werde in der Regel Erste oder Zweite meiner Altersklasse“, sagte Geißler und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: „Meistens sind aber nur ein oder zwei am Start.“ OB Erich Raff setzte heuer aus. „Ich habe mir eine Zerrung zugezogen, die muss ich erst auskurieren. In zwölf Monaten will ich wieder dabei sein.“

Auch viele Sportvereine und -gruppen machten mit, wie die„Laufgruppe Moorenweis. „Wir haben es alle auf’s Treppchen geschafft“, freute sich der M50-Zweite über zehn Kilometer, Rudolf Christian. Der ausrichtende TuS war unter anderem durch seinen Präsidenten Helmut Becker vertreten. Der Schachspieler brachte die sechs Kilometer in beachtlichen 54,28 Minuten hinter sich. Wie hat er sich auf den Lauf vorbereitet? „Rein mental“, grinste der 70-Jährige. „Vor allem am Schachbrett.“

von Horst Kramer

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