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Das Bauernhofmuseum Jexhof in Schöngeising ist ein beliebtes Ausflugsziel im Landkreis.

Bürgermeister befürworten Initiative

Manager soll Tourismus ankurbeln

Fürstenfeldbruck - Die Bürgermeister und die Kreisverwaltung wollen den Tourismus in der Region Fürstenfeldbruck stärken. Dazu soll nun eigens eine Managerstelle geschaffen werden.

Praktisch alle Landkreise rund um München verzeichneten in den vergangenen Jahren eine signifikante Zunahme an Übernachtungen. Der Brucker Landkreis allerdings hinkt da gewaltig hinterher. Verbuchte Dachau zwischen 2006 und 2015 beispielsweise ein Übernachtungs-Plus von 41 Prozent (absolute Zahl: 293 000), so waren es in Bruck laut statistischem Landesamt nur knapp 16 Prozent (absolut: 274 000).

Noch viel höher sind die Nächtigungszahlen in Erding oder Freising (absolut: 1,1 Million respektive 860 000). „Im Vergleich mit anderen sind wir das Schlusslicht“, sagt Regionalmanagerin Rike Strohmeyer vom Brucker Landratsamt. „Aber das heißt ja nicht, dass es unmöglich ist, aufzuholen.“ Natürlich könne sich Fürstenfeldbruck nicht mit klassischen Tourismus-Orten wie Garmisch vergleichen. „Aber auch bei uns gibt es jede Menge schöne Dinge.“ Ein Standortvorteil der Region beispielsweise: Die Lage zwischen Land und Stadt.

Schwerpunkt ist der Tagestourismus

Zentrale Aufgabe des Tourismus-Managers soll es sein, diese Vorteile und Schönheiten bekannt zu machen und zu bewerben. Außerdem sollen die touristischen Angebote in den einzelnen Kommunen koordiniert werden, die Zusammenarbeit soll besser werden.

Der Fokus liegt dabei vor allem auf Tagestouristen, wobei eine verbesserte Lebens- und Freizeitqualität natürlich auch der Bevölkerung zu gute komme. Konkret geht es auch um eine Sterne-Zertifizierung des Ammer-Amper-Radwegs, einen kreisweiten Veranstaltungskalender, die Organisation eines halbjährlichen runden Tisches Tourismus, die Schaffung eines Gastgeber-Verzeichnisses oder die Vorbereitung eines gemeinsamen Messestands auf der Freizeit-Schau „Free“.

Beim Tourismus-Manager läuft alles zusammen

Außerdem soll der Manager den Kontakt zum wieder erstarkenden Tourismusverband Oberbayern/München halten. Wie Regionalmanagerin Rike Strohmeyer erklärt, tauchte das Thema Tourismus bisher an verschiedenen Stellen der Verwaltung (und in den Kommunen) auf, so etwa bei ihr selbst, in der Öffentlichkeitsarbeit oder in der Wirtschaftsförderung.

Die neue Stelle soll dies alles bündeln. Im Regionalmanagement selbst kann der Tourismus künftig nicht mehr angesiedelt werden – sonst würden nach einer Änderung der Richtlinien die Fördergelder des Freistaats wegfallen.

Das Thema soll nun am Donnerstag im Planungs-Ausschuss des Kreistags öffentlich diskutiert werden. Beginn 15 Uhr. Vorangegangen war der Initiative eine Dienstbesprechung aller Bürgermeister im Landkreis, in der diese die Stärkung des Tourismus unterstützten.

von Thomas Steinhardt

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