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Wollen einen zünftigen Wahlkampf (v.l.): Kreisverbandssprecherin Elke Struzena, West-Landtagskandidatin Gabriele Triebel, Bundestagsabgeordnete Beate Walter-Rosenheimer, Ost-Landtagskandidat Martin Runge sowie die Bezirkstagskandidaten Gina Merkl (Ost) und Jan Halbauer (West). 

Nominierungsversammlung zur Landtagswahl

Alter Hase brennt noch für grüne Themen

Martin Runge ist wieder Direktkandidat der Grünen für den Landtags-Stimmkreis Fürstenfeldbruck-Ost.

Landkreis – Martin Runge ist wieder Direktkandidat der Grünen für den Landtags-Stimmkreis Fürstenfeldbruck-Ost. Bei einer Nominierungsversammlung in Olching erhielt der 59-Jährige 16 der 17 abgegebenen Stimmen, ein Mitglied votierte mit Nein. Runge, der auch Zweiter Bürgermeister in Gröbenzell und Kreisrat ist, gehört dem Landtag erst seit kurzem als Nachrücker für die in den Bundestag gewechselte Margarete Bause wieder an. 2013 hatte er, obwohl damals Fraktionschef der Grünen im Landtag, nach 17 Jahren im Parlament überraschend die Wiederwahl verfehlt.

Mancher werde sich fragen, warum „der alte Dackel“ noch einmal seinen Hut in den Ring werfe, sagte Runge in Olching. Er brenne aber nach wie vor für grüne Themen und könne in einer Landtagsfraktion, die vermutlich wieder zur Hälfte erneuert werde, als einer der dann dienstältesten Abgeordneten für ein Stück Erfahrung sorgen. Und er könne versprechen, sich wie früher mit „Ernst und Gewissenhaftigkeit“ in Themen hineinzuknien – wie zuletzt auch bei der geplanten Sparkassenfusion.

„Örtliche Schieflagen“ ließen sich außerdem auch mit der Landespolitik verknüpfen. Beispielsweise das rigide Arbeitsverbot für einige Flüchtlinge im Landkreis, das selbst von der ohnehin harten bayerischen Linie nicht gedeckt werde. Auch in die Konversion des Fliegerhorstes, wo Tausende von neuen Arbeitsplätzen und Wohnungen geplant sind, könne man vom Landtag aus „kritisch reinleuchten“. Seinen Parteifreunden versprach Runge einen „heftigen, fulminanten und auch zünftigen Wahlkampf“ – nach dem Vorbild in Fürstenfeldbruck, wo er als auswärtiger Kandidat die OB-Wahl nur knapp verloren hatte.

Vier Jahrzehnte jünger als der altgediente Parlamentarier ist Gina Merkl, die bei der gleichzeitig mit der Landtagswahl stattfindenden Bezirkstagswahl kandidiert. Die 19-jährige Viscardi-Gymnasiastin, die 2018 Abitur machen will, ist Sprecherin der Grünen Jugend im Landkreis und lebt in Mittelstetten. Als junge Frau habe sie einen „extrem starken Veränderungwillen“. Zumal man wütend werden könne, „wenn man in einem tiefschwarzen Kaff aufwächst“.

Von Olf Paschen

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