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Die Konferenz: 270 Vertreter aus Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft kommen im Kloster zusammen.

Im Kloster Fürstenfeld 

Metropolkonferenz befasst sich mit Digitalisierung

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Ein Digitalisierungs-Experte hat bei der Metropolkonferenz im Kloster Fürstenfeld für Aufsehen gesorgt. Er warnte Unternehmen und Städte davor, an alten Strukturen festzuhalten.

Fürstenfeldbruck – 270 Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft aus der Region München haben sich auf der Metropolkonferenz, die heuer auf dem ehemaligen Klosterareal stattfand, mit den Herausforderungen der Digitalisierung befasst. Andreas Brill, Geschäftsführer der Business 4 Brands GmbH, warnte Firmen und Kommunen davor, an alten Strukturen festzuhalten.

„Unternehmen müssen lernen, nicht das bestehende Geschäftsmodell in die Zukunft retten zu wollen“, sagte er. Und in Richtung der Anwesenden, darunter Bürgermeister und Landräte, mahnte er: „Kämpfen Sie nicht gegen die Digitalisierung.“

Auch Städte und Gemeinden müssten sich den Herausforderungen besser jetzt als später stellen. Ansonsten drohe die Stadt als Plattform für Lebensbereiche wie Arbeiten, Bildung, Kultur oder Einkaufen zu verschwinden. Man müsse sich fragen: „Welche Funktionen der Stadt können durch digitale Lösungen überflüssig werden?“ Der Einzelhandel etwa werde durch die Struktur des Internets massiv unter Druck gesetzt. „Das ist eine grandiose Herausforderung für Städte.“

Brill empfahl, Digitalisierung zu trainieren. Die Kommunen könnten öffentliche Räume schaffen, in dem Vertreter von Unternehmen zusammen kommen und sich über Zukunftslösungen Gedanken machen können.

Die Europäische Metropolregion München (EMM) veranstaltet einmal pro Jahr eine Konferenz, bei der jedes Mal der Fokus auf ein zukunftsrelevantes Thema gelegt wird. Aktuell gehören der EMM 25 Landkreise, sechs kreisfreie Städte, diverse Unternehmen und Forschungseinrichtungen an. Der Verein versteht sich als „Plattform für fach- und institutsübergreifende Projekte“.  

rat

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