Testen fürs Modellprojekt: Auch am Volksfestplatz ist mittlerweile eine Schnellteststation in Betrieb. Doch ob Zuschlag oder nicht, die Tests gehen weiter.
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Testen fürs Modellprojekt: Auch am Volksfestplatz ist mittlerweile eine Schnellteststation in Betrieb. Doch ob Zuschlag oder nicht, die Tests gehen weiter.

Absage vom Gesundheitsminister

Modellprojekt muss warten – Öffnungsideen leben weiter

  • Ingrid Zeilinger
    vonIngrid Zeilinger
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Mit einem Konzept hat sich die Stadt Fürstenfeldbruck für das „Modellprojekt Öffnungskonzepte“ beworben. Daraus wird nun vorerst nichts.

Fürstenfeldbruck – 12 000 ausgewertete Schnelltests, ein Tagesticket in den Startlöchern: Mit diesem Konzept hat sich Bruck für das „Modellprojekt Öffnungskonzepte“ beworben. Doch nun hat Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetscheck der Stadt mitgeteilt, dass wegen der Inzidenzzahlen und der Bundesgesetzgebung vorerst keine Entscheidung getroffen werden kann. Ob und in welcher Form Modellprojekte möglich seien, ist offen.

„Es gibt keinen Grund dafür, dass wir unsere Bewerbung zurückziehen, wo doch schon so viel gute Vorarbeit geleistet wurde“, meint OB Erich Raff. „Und wer weiß, vielleicht kommt das Öffnungskonzept später in anderer Form, sodass wir dann gut vorbereitet sind.“

Stadtrat Andreas Lohde (CSU), Verfasser des Bewerbungskonzeptes, zeigt Verständnis. Die geleistete Arbeit sei dennoch nicht vergebens. Die Konzepterarbeitung habe Ergebnisse gebracht, „von denen wir jetzt schon profitieren“. Jan Halbauer (Grüne) nennt das Schnelltestkonzept. „Ohne die Beratung zur Konzeptentwicklung wären wir bei den Schnelltests unter Umständen noch nicht so weit.“ Neben der Standortfindung und der infrastrukturellen Unterstützung brachte die Kommunikation mit allen Beteiligten – besonders dem HNO-Zentrum FFB – die Schnelltests voran. „Wir sind auch weiter mit dem Landratsamt und dem Gesundheitsamt in konstruktivem Austausch, um hier einerseits die Möglichkeiten der Vernetzung von Daten aus den Schnelltestungen für die Nachverfolgung im Falle einer Positivtestung zu verbessern und andererseits im Nachgang auch über mögliche Öffnungskonzepte zu diskutieren“, sagt Halbauer. Das Bewerbungskonzept biete eine gute Arbeits- und Diskussionsgrundlage, die den Parametern des Gesundheitsministeriums entspreche.

Das Ziel, die Schnelltestungen wissenschaftlich auszuwerten, besteht weiter. „Professor Traidl-Hoffmann vom Lehrstuhl für Umweltmedizin der Uni Augsburg hat uns mitgeteilt, dass sie auch außerhalb eines Modellprojekts an einer wissenschaftlichen Begleitung der Tests in Fürstenfeldbruck interessiert ist“, so Lohde. Mit dem Brucker Tagesticket habe man ein gutes Instrument, das auch ohne Modellprojekt die Plattform für weitere Konzepte bieten kann – unter Berücksichtigung der Belange des Gesundheitsamtes. imu

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