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Muntere Reisetätigkeit in Sachen Eishalle - Bruck blickt nach Burgau

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Von: Stefan Reich

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Innenansichten der Eishalle in Burgau schickte Markus Droth (o.l.), der dort am Mittwoch mit seinem Sohn Quirin (beide Freie Wähler) Station machte. Am Freitag gastierten Vertreter der CSU-Fraktion, unter anderem Sprecher Andreas Lohde (Bild unten, 3.v.r) und der Grünen in Burgau. Eine Pressemitteilung hatte die CSU schon vor Abfahrt verschickt und Droth dafür kritisiert, dass er die Fraktion nicht zu einem Treffen mit dem Architekten im Dezember eingeladen hatte.
Innenansichten der Eishalle in Burgau schickte Markus Droth (o.l.), der dort am Mittwoch mit seinem Sohn Quirin (beide Freie Wähler) Station machte. Am Freitag gastierten Vertreter der CSU-Fraktion, unter anderem Sprecher Andreas Lohde (Bild unten, 3.v.r) und der Grünen in Burgau. Eine Pressemitteilung hatte die CSU schon vor Abfahrt verschickt und Droth dafür kritisiert, dass er die Fraktion nicht zu einem Treffen mit dem Architekten im Dezember eingeladen hatte. © FW

In der zweiten Woche der Weihnachtsferien zog es gleich mehrere Fürstenfeldbrucker in die Gegend von Günzburg. Nicht für einen Ausflug ins berühmte Legoland, sondern für einen Abstecher in die Eishalle von Burgau.

Fürstenfeldbruck – Am Mittwoch machten Markus und Quirin Droth auf dem Rückweg von einem Besuch in Hessen dort Station. Schlittschuhe zogen Vater und Sohn, beide Stadträte der Freien Wähler, allerdings nicht an.

Zwei Tage später war dann Andreas Lohde, Fraktionssprecher der Stadtrats-CSU zu Gast in der Halle, die die 9000-Einwohner-Stadt für ihre Bürger und den örtlichen Eishockey-Club im Jahr 2016 errichtet hatte. Mit dabei waren, ebenfalls ohne Schlittschuhe, einige von Lohdes Fraktionskollegen, mehere Vertreter der Grünen und Klaus Wollenberg (FDP).

Das Beispiel Burgau ist die jüngste Inspiration für jene, die sich Hoffnung auf den baldigen Bau einer Eissporthalle in Fürstenfeldbruck machen. Und die anderen wollen zumindest wissen, worüber gesprochen wird.

„Ich habe im Herbst mit den Verantwortlichen des EV Fürstenfeldbruck gesprochen“, sagt Markus Droth. „Die haben auf Burgau verwiesen.“ Nach einem Besuch des Architekten der Burgauer Halle im Dezember in Bruck und dem aktuellen Treffen vor Ort mit dem Betriebsleiter gibt sich Droth nun überzeugt, dass das Konzept der Halle sich auch für Fürstenfeldbruck eignen würde.

Innenansichten der Eishalle in Burgau schickte Markus Droth (o.l.), der dort am Mittwoch mit seinem Sohn Quirin (beide Freie Wähler) Station machte. Am Freitag gastierten Vertreter der CSU-Fraktion, unter anderem Sprecher Andreas Lohde (Bild unten, 3.v.r) und der Grünen in Burgau. Eine Pressemitteilung hatte die CSU schon vor Abfahrt verschickt und Droth dafür kritisiert, dass er die Fraktion nicht zu einem Treffen mit dem Architekten im Dezember eingeladen hatte.	Fotos: FW/CSU
Am Freitag gastierten Vertreter der CSU-Fraktion, unter anderem Sprecher Andreas Lohde (Bild unten, 3.v.r) und der Grünen in Burgau. Eine Pressemitteilung hatte die CSU schon vor Abfahrt verschickt und Droth dafür kritisiert, dass er die Fraktion nicht zu einem Treffen mit dem Architekten im Dezember eingeladen hatte. © CSU

Droth hatte am Mittwoch in Burgau auch deshalb Station gemacht, weil er gehört hatte, dass andere Stadträte ebenfalls einen Ausflug dorthin planen sollen. Noch am späten Mittwochabend verschickte Droth eine Pressemitteilung mit Fotos. Es geht auch um Deutungshoheit über die momentane Lage. Denn das Zeitfenster, das Droth für eine Entscheidung sieht, ist klein.

Es steht der Abriss und der Neubau der Amper-Oase an, ein Teil der Technik für das Eisstadion ist in der Schwimmhalle verbaut und steht zumindest vorübergehend nicht zur Verfügung, vermutet Droth. „Um den Betrieb im Eisstadion aufrecht zu erhalten, müsste also ohnehin viel Geld ausgegeben werden“, sagt er. Warum also nicht gleich zusammen mit dem Schwimmbad eine Eishalle bauen, gerade wenn die vielleicht viel billiger zu haben wäre als angenommen? „Eine Halle wie in Burgau würde Platz für vielleicht 800 Zuschauer bieten und wäre wohl für elf oder zwölf Millionen zu haben“, sagt Droth. Bisher geht man in Bruck von rund 20 Millionen Euro für eine Eishalle aus.

Lohde begründete den Ausflug am Freitag in einer Pressemitteilung damit, dass er und seine Fraktion – anders als andere Stadträte – nicht zu dem von Droth organisierten Treffen mit dem Architekten der Burgauer Halle eingeladen waren. Auch Wollenberg als Finanzreferent des Stadtrates sei nicht eingeladen gewesen. „Es ist ein schlechter Stil dieses wichtige Thema in Hinterzimmern zu besprechen“, zitiert die Mitteilung Lohdes Fraktionskollegen Hans Schilling. „Ich hätte schon einige Fragen an den Architekten gehabt.“ Nun sei man eben selber gefahren.

Droth sagt, anfangs sei nur ein Treffen mit dem Architekten und mit Vertretern des EVF geplant gewesen. Dann hätten auch andere Interesse gezeigt. „So ist die Runde weiter gewachsen. OB Erich Raff war dabei, weitere Stadträte und auch Stadtwerke-Geschäftsführer Jan Hoppenstedt. Aber es ist schon richtig, dass ich nicht unbedingt alle die dabei haben musste, die eine neue Idee gleich wieder zerreden.“

Finanzreferent Wollenberg hatte zuletzt immer wieder auf die Kassenlage der Stadt hingewiesen, Lohde hatte mehrfach dafür plädiert, auch den Fliegerhorst, den noch die Bundeswehr nutzt, als möglichen Standort im Blick zu halten. Die Diskussion, ob und wenn ja, an welchen Standort eine Eishalle gebaut wird, soll demnächst in einem „Arbeitskreis Eisstadion“ weitergehen, zu dem nun OB Raff eingeladen hat. Noch stehen diverse Gutachten zu Standorten, Kosten und Lärmschutz aus, die die Stadt beautragt hatte.  sr

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