Vortrag mit Gesichtsvisier: Pamela Peyser-Kreis (links) führte die Besucher zum ersten Mal seit der Corona-Pause durch die Zauberausstellung im Stadtmuseum. Foto: Kürzl

Fürstenfeldbruck

Museum ist zurück aus der Corona-Starre

  • vonHans Kürzl
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Das Stadtmuseum Fürstenfeldbruck hat wieder mit öffentlichen Führungen begonnen. Die Teilnehmerzahl ist natürlich noch begrenzt. Doch schon jetzt zeigt sich: Die Nachfrage ist riesig.

Fürstenfeldbruck – Pamela Peyser-Kreis ist Kunsthistorikerin und Museumspädagogin. Schon oft hat sie Gruppen und Schulklassen durch die Räume des Stadtmuseums Fürstenfeldbruck geführt. Trotzdem ist die erste Führung nach der Corona-Pause etwas Besonderes für sie. „Es ist so etwas wie ein Feiertag“, sagt Peyser-Kreis. Sie freue sich, dass es wieder losgegangen ist: „Mit interessierten Menschen haben die Räume hier wieder Leben“, betont die 49-Jährige. Es habe etwas Magisches nach der langen Pause – und das liegt nicht nur daran, dass es in der Ausstellung im Stadtmuseum um Zauberkunst mit all ihren Facetten und geschichtlichen Entwicklungen geht.

Trotzdem muss sie erst einmal Begleiterin sein durch die Vorschriften und Hygienemaßnahmen dieser Tage. „Halten Sie bitte Abstand, und wenn Ihnen jemand zu nahe kommt, treten Sie einen Schritt zur Seite“, erklärt Peyser-Kreis den zehn Teilnehmern. Auf dem begrenzten Raum zwischen den Stellwänden und Ausstellungsstücken ist das manchmal gar nicht so einfach. Bei dieser ersten Führung ist die Situation dadurch entspannt, dass Paare mit unter den Teilnehmern sind. Trotzdem dürfen es nach aktuellem Stand der Corona-Maßnahmen nicht mehr als zehn Teilnehmer sein. Zudem ist eine Voranmeldung für die Führung derzeit zwingend erforderlich.

Auflockerung der Führung

Denn auch der Platz vor der kleinen Bühne ist begrenzt, wo Markus Laymann zu Beginn der eineinhalb Stunden ein paar Appetithappen seiner Zauberkunst serviert. Mit denen macht er nicht nur neugierig auf das Festival „HocusPocus“, das wegen Corona auf 2021 verschoben wurde. „Es lockert die Stimmung vor der Führung auf“, sagt Peyser-Kreis. Der Applaus der zehn Besucher bestätigt die Kunsthistorikerin.

Dass sich der „Wirklichkeitsverkäufer“, wie sich Laymann auf seiner Homepage selber nennt, beim Publikumskontakt einschränken muss, tut dem Interesse keinen Abbruch. Er trägt wie später bei der Führung Peyser-Kreis einen Gesichtsschutz. Beim Vorzeigen der Spielkarten etwa bleibt zumindest der Abstand von einer guten Armlänge gewahrt. „Auf einen Assistenten muss ich verzichten“, erklärt Laymann. Das Schmunzeln ist auch durch seinen Gesichtsschutz hindurch gut zu erkennen.

Publikum, Künstler und Kunsthistorikerin kommen jedenfalls gut mit der Situation zurecht. „Es hat gut geklappt“, sagt Peyser-Kreis. Der Zuspruch der Besucher war groß und alle haben sich an die Corona-Regeln gehalten. „Ich freue mich schon auf die nächste Führung“, sagt sie. Für Peyser-Kreis wie für das Stadtmuseum kehrt damit ein kleines Stück Normalität ein.

Die nächste Führung

am 4. Juli ist bereits ausgebucht. Weitere Termine sind der 18. Juli und 1. August. Anmeldungen telefonisch unter (0 81 41) 61 13 13 oder per E-Mail an museum@fuerstenfeldbruck.de. Informationen auf www.museumffb.de.

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