Fürstenfeldbruck

Museum setzt auf mehr Kinderprogramm

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Um Kinder in eine Ausstellung zu locken, muss der Stoff spannend sein. Das Museum Fürstenfeldbruck will seinen kleinen Besuchern daher ein spannendes Programm bieten. Ob Kindergeburtstag, offene Samstagswerkstatt oder Schulführung – das Angebot wurde nun nochmal erweitert.

Fürstenfeldbruck – Wie lebten die Römer früher? Woher kommt eigentlich der Strom? Wie druckte man einst Bücher? All diese Fragen und viele mehr beantworten die Kinderführungen im Museum. „Wir haben viele Kinder im Haus“, berichtet Museumspädagogin Doris Hefner, die das Kinderprogramm konzipiert. Die Zahl der Nachfragen steigt sogar. „Wir wollen nicht stehen bleiben, sondern die Vielfalt im Museum zeigen.“ Daher wurden neue Themen mit ins Programm genommen.

Neu ist der Umweltaspekt. So greift die noch bis 24. November laufende Sonderausstellung des Museums „Wetter und Mensch“ unter anderem das höchst aktuelle Thema des Klimawandels und seine Folgen auf. „Wir haben unsere Ausstellungen mal unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit angeschaut“, berichtet Hefner. „Dort können wir das Thema historisch aufrollen.“ In mehreren Führungen lernen Schüler verschiedener Altersgruppen, welche Auswirkungen der Mensch auf die Umwelt hat. Es gibt einen Rundgang über 10 000 Jahre oder das Programm „Öko anno dazumal“, bei dem man unter anderem erfährt, wie früher Wäsche gewaschen wurde und wie urzeitlicher Müll aussah. Im Frühjahr soll es auch eine Lehrer-Fortbildung zu diesem Thema geben.

Doch Öko ist nur ein Schwerpunkt. Daneben gibt es viele weitere Führungen für Schulklassen, die an die Lehrpläne angepasst sind, berichtet Hefner. Man erreiche damit fast alle Kinder. „Das Museum ist schließlich ein toller Ort, um Geschichte nahe zu kommen.“ Ältere Kinder können etwa die barocke Bildsprache und barocke Kunsttechniken näher kennenlernen. Es gibt Führungen zur Klostergeschichte, zu den Millers und eine neue zur bayerischen Mundart mit dem Titel „Schau ma moi, dann seng mas scho!“ Auch die Ausstellung zur Geschichte der Polizeischule in Fürstenfeldbruck kann demnächst in den Räumen der Polizeischule von Schulklassen und geführten Gruppen besichtigt werden.

Insbesondere für die kleineren Besucher hat das Museum ein neues Konzept ausgearbeitet, das alle Sinne anspricht: In der Märchenwerkstatt tauchen sie ein in die Welt von Schneewittchen, Hänsel und Gretel und Co. und basteln auch ihren eigenen Märchenschatz.

Kindergeburtstag im Museum – auch das gibt es. Und es wird laut Hefner viel gebucht. „Wir haben Kinder, die nicht nur einmal Geburtstag bei uns feiern“, erzählt die 56-Jährige. Zu den Themen Schule um 1900, wie haben sich die schönen Römerinnen gekleidet und geschminkt, was ist ein „Zuawiziaga“ und wie konnte man aus nur einer Seite ein Buch machen, gibt es daher neue Angebote. Unter anderem einen bairischen Geburtstag, bei dem sich vieles um Dialekte und Mundart dreht. Zur reinen Mädchenfeier „Die schöne Römerin“ gibt es nun das Pendant für kleine Buben: „Es ist nicht alles Gold, was glänzt“ lädt zur Metallsuche und zum Metallgießen ein. Erstmals können auch Kinder ab fünf Jahren schon eine Kinderparty in den Museumsräumen feiern. Dabei dreht sich alles um das Thema Märchen.

Fester Programmpunkt ist jeden letzten Samstag im Monat die offene Museumswerkstatt zu verschiedenen Themen. Inzwischen kümmern sich fünf Museumspädagogen um das Kinderprogramm. Aber natürlich ist auch für die großen Besucher vieles geboten. Infos dazu und die Broschüren finden sich auf der Internetseite www.museumffb.de und an der Kasse.

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