Ein blaues Stahlgerippe, das einmal ein Bushäusl war: An der Haltestelle vor dem Mehrgenerationenhaus LiB am Sulzbogen fehlen Dach und Wände.
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Ein blaues Stahlgerippe, das einmal ein Bushäusl war: An der Haltestelle vor dem Mehrgenerationenhaus LiB am Sulzbogen fehlen Dach und Wände.

Senioren stehen seit Monaten im Regen

Nach Bauarbeiten und Unfall fehlt am Mehrgenerationenhaus ein wetterfestes Bushäusl

Das Gerüst steht schief, es fehlen die Windschutzwände und das Regendach. Fahrplantafeln gibt es auch nicht. Das Wartehäuschen der Bushaltestelle „Buchenauer Straße” ist praktisch nicht nutzbar.

Fürstenfeldbruck – Wer nicht informiert ist, kann ins Zweifeln kommen, ob die Haltestelle Buchenauer Straße derzeit überhaupt bedient wird. Direkt vor dem Mehrgenerationenhaus „Leben ist Begegnung” (LiB) am Sulzbogen liegt die Haltestelle der Buslinie 840. Im Haus ist die Schwangerenberatungsstelle Donum Vitae untergebracht, ebenso die Tagespflege der ökumenischen Nachbarschaftshilfe. Auch Veranstaltungen für Senioren finden dort statt. Doch im Moment müssen die Rentner im Regen stehen, wenn sie nach einem Besuch auf den Bus warten.

Das Wartehäuschen an der Bushaltestelle besteht nur noch aus mehreren Stahlträgern, die schief in den Himmel ragen. Für Straßenbauarbeiten hatte man das Bushäuschen vor einiger Zeit komplett abgebaut. Nach Abschluss der Arbeiten wurde es zwar wieder aufgestellt, doch kurz darauf gab einen Unfall. Anfang Oktober rammte ein Paketzusteller die Wartestelle mit seinem Lieferwagen. Somit war sie schon wieder nicht mehr nutzbar.

Die Stadtverwaltung hat den erneuten Aufbau des Häuschens zwar bereits in Auftrag gegeben, allerdings gebe es dabei Liefer- und Wartezeiten, heißt es aus dem Rathaus. „Das geht – besonders in Coronazeiten – nicht sofort”, sagt Michael Probst, der bei der Stadt mit Straßenneubau und -unterhalt befasst ist. Die bei der Stadt für den öffentlichen Personennahverkehr zuständige Sabine Spitz hofft darauf, dass das Häuschen bald wieder in seinem ursprünglichen Zustand vor dem Mehrgenerationenhaus steht.

Im Dezember, vielleicht sogar noch im November, soll das Häuschen endlich wieder Schutz vor Wind und Wetter bieten. Die Kosten für den Wiederaufbau trägt die Versicherung des Fahrers. Und trotz fehledem Häuschen fährt der Bus weiterhin.

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Sven Behrens

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