Freuen sich auf den Start in Scala-Kino (v.l.) Dana Neumärker vom Service, Theaterleiterin Karin Jaud, Lara Mader vom Service, die Theaterleiterinnen Ingrid Braun und Sabine Zeise, Geschäftsführer Markus Schmölz und Helene Mair vom Service.
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Freuen sich auf den Start in Scala-Kino (v.l.) Dana Neumärker vom Service, Theaterleiterin Karin Jaud, Lara Mader vom Service, die Theaterleiterinnen Ingrid Braun und Sabine Zeise, Geschäftsführer Markus Schmölz und Helene Mair vom Service.

Neustart im Kino

Nach der Corona-Pause laufen die ersten Filme im Scala

  • Ulrike Osman
    vonUlrike Osman
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Kinofans aufgepasst: Nach monatelanger Zwangspause öffnet das Scala in der Buchenau am heutigen Mittwoch wieder seine Pforten. Von Normalbetrieb kann allerdings keine Rede sein – nur ein Bruchteil der Plätze in den Kinosälen darf besetzt werden.

Fürstenfeldbruck – Geschäftsführer Markus Schmölz ist froh, dass es endlich wieder losgeht. Doch die stark reduzierten Besucherzahlen, mit denen das Scala in der nächsten Zeit zurechtkommen muss, bereiten ihm Bauchschmerzen. Aufgrund der Abstandsregeln darf jeder Saal nur zu etwa einem Fünftel besetzt werden.

Konkret heißt das: Im größten, normalerweise 200 Gäste fassenden Raum können – je nach Gruppengröße – maximal 48 Leute Platz nehmen. In den kleineren Sälen sind es nur um die 20. Im kleinsten Saal mit 50 Plätzen kann sich eine Handvoll Besucher fühlen wie in einer Privatvorführung. Ob unter diesen Bedingungen ein kostendeckender Betrieb möglich ist, weiß Schmölz noch nicht.

Zentimeter entscheiden über die Sitzplatzverteilung

Es geht um Zentimeter: Da im Scala die Abstände zwischen den Sitzreihen zwischen 1,35 und 1,40 Meter betragen, müssen nicht nur neben, sondern auch vor und hinter besetzten Plätzen Sitze freibleiben. Anders lässt sich der vorgeschriebene Mindestabstand von 1,50 Meter nicht einhalten. Dabei werde mit ständigem Luftaustausch sichergestellt, dass eine Ansteckungsgefahr durch Aerosole so gut wie ausgeschlossen sei, betont Schmölz. „Es strömt permanent von unten frische Luft in den Saal, und die verbrauchte Luft zieht nach oben ab.“ Dass die auf Maximalbetrieb laufende Lüftung höhere Kosten verursacht, nehme man in Kauf. „Wir wollen ja die Leute schützen.“

Durch Online-Kartenkauf und eine Einwurfbox für die Registrierungsformulare ist ein komplett kontaktloser Kinobesuch möglich. An der Theke trennt eine Glasscheibe Mitarbeiter und Besucher. Markierungen am Boden sorgen dafür, dass in der Warteschlange die Abstände stimmen.

Markus Schmölz: „Kino ist eine der sichersten Freizeitaktivitäten, die es in dieser Zeit gibt“

Schmölz verweist auf eine Studie der TU Berlin, die im Auftrag eines Kinoverbands die Ansteckungsgefahr in Lichtspielhäusern untersucht hat. „Demnach ist Kino eine der sichersten Freizeitaktivitäten, die es in dieser Zeit gibt.“ Umso bitterer findet er es, dass nicht einmal eine 50-prozentige Auslastung der Räume möglich ist. So viel bräuchte es, damit unterm Strich wenigstens ein kleiner Gewinn übrig bleibt.

Die vergangenen Monate hat man für Renovierungsarbeiten genutzt. „Wir haben das Foyer aufgehübscht, das ausgebleichte Holz der Theke aufgefrischt, eine neue Arbeitsplatte eingebaut und Möbel erneuert“, berichtet der Geschäftsführer. Auch zwei neue Projektoren wurden angeschafft. Im Programm hat das Scala unter anderem den bayerischen Film „Ausgrissn! – In der Lederhosn nach Las Vegas“ und den Agenten-Thriller „Tenet“, der heute auch bundesweit Premiere hat. „Das ist ein ganz wichtiger Kinostart“, sagt Schmölz. „Der darf nicht floppen.“ Der Erfolg werde mit darüber entscheiden, ob in diesem Jahr überhaupt noch große Filme anlaufen.

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