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Nur ein Haufen Balken und Bretter ist von dem Bikepark übrig geblieben. 

Fürstenfeldbruck

Nach tödlichem Unfall: Bikepark im Wald abgerissen

  • Tobias Gehre
    vonTobias Gehre
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Die Rampen sind weg, Holzbalken liegen zwischen den Bäumen verstreut, am Boden sind noch die Spuren des Baggers zu sehen. Der Bikepark bei Fürstenfeldbruck, in dem Anfang April ein 69-jähriger Radfahrer tödlich verunglückt war, ist Geschichte.

Fürstenfeldbruck – Radsportler hatten den Parcours ohne Erlaubnis angelegt und in den vergangenen Jahren immer weiter ausgebaut. Das Areal war bei Mountainbikern aus der ganzen Region sehr beliebt. Sportler aller Altersgruppen tummelten sich dort, um ihrer Leidenschaft nachzugehen.

Naturschützern war der Park mit Rampen, Sprungschanzen und angelegten Hügeln allerdings schon lange ein Dorn im Auge. Denn das Gelände befindet sich in einem Landschaftsschutzgebiet. Der zuständige Jagdpächter hatte das Landratsamt nach eigenen Angaben schon vor längerer Zeit darauf hingewiesen – und auch die Unfallgefahr angemahnt. Passiert war aber nichts.

Wer genau den Abriss veranlasst hat, ist unklar. Und während Naturschützer über das Ende des bunten Treibens freuen, trauern die Mountainbiker ihrem Domizil nach. Gerade in der Corona-Krise habe das Gebiet etwas Abwechslung geboten. Und auch die Abstandsregeln habe man im Wald gut einhalten können, meint einer der Sportler, der lieber unerkannt bleiben möchte.  tog

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