PantherMedia 13499196
+
Der Bau der zweiten Feuerwache steht bevor.

Fürstenfeldbruck

Neue Feuerwache wird teurer

  • Thomas Benedikt
    vonThomas Benedikt
    schließen

Dass die Preise von großen Bauprojekten mit Fortschreiten der Planungen immer weiter steigen, ist üblich. Auch die geplante zweite Brucker Feuerwache bleibt von dieser Entwicklung nicht verschont. Schon jetzt ist klar: Es wird nicht die letzte Kostensteigerung bleiben.

Fürstenfeldbruck – Ursprünglich hat die Stadtverwaltung in einer ersten Kostenschätzung für den Bau einen Preis von rund 5,92 Millionen Euro veranschlagt. Dieser Wert ist allerdings bereits wieder obsolet. Nachdem in der zweiten Planungsphase Architekten und Fachplaner hinzugezogen wurden, werden die Baukosten nun auf etwa 6,23 Millionen Euro geschätzt. Und es kommen weitere Kosten auf die Stadt zu.

Eine entsprechende E-Mail erreichte das Rathaus am Dienstag, einen Tag vor der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses. Darin ist die Rede von weiteren 160 000 Euro, die für den Bau ausgegeben werden müssen. Die Gesamtkosten belaufen sich nach neuesten Berechnungen somit auf 6,39 Millionen Euro.

Zur Abstimmung stand im Ausschuss allerdings nur die erste Erhöhung. Die zweite war zu spät eingereicht worden, um noch auf die Tagesordnung zu kommen. Der Kostensteigerung stimmte das Gremium einhellig zu. „Es ist alternativlos“, sagte Christian Stangl (Grüne), der erstmals in seiner neuen Funktion als 2. Bürgermeister eine Sitzung leitete.

Erstmal eine Grobplanung

Wirklich überrascht von den neuen Zahlen waren nur die wenigsten Stadtrats-Mitglieder. Schließlich wurde die erste Kostenberechnung von der Stadtverwaltung nur anhand von Richtwerten des Baukosteninformationszentrums Deutscher Architektenkammern (BKI) ermittelt. Das sei erst einmal nur eine Grobplanung, erklärte Bruno Wegner vom Sachgebiet Hochbau im Brucker Rathaus. Erst wenn im nächsten Planungsschritt tatsächlich die Fachplaner hinzugezogen werden, könne man eine schärfere Kostenprognose abgeben. „Dass diese Grobschätzung nach oben geht, ist leider üblich“, sagte Andreas Lohde (CSU). „Das ist nicht angenehm, aber die Notwendigkeit ist uns allen klar.“

Eine so entspannte Sicht auf die neuen Entwicklungen hatten aber nicht alle Stadträte. „Ich hätte mir einen verantwortlicheren Umgang mit den Kosten gewünscht“, sagte Mirko Pötzsch (SPD). Und Hans Schilling (CSU) monierte, dass die ständigen Kostensteigerungen bei Bauprojekten mittlerweile Überhand nähmen. „Da muss man die Architekten schon mal bei der Ehre packen.“ Nichtsdestotrotz stimmte auch er der Erhöhung zu, allerdings mit Einschränkung: „Alles was darüber hinausgeht, da tu ich mir schwer.“

Die Mehrkosten setzen sich aus insgesamt acht Posten zusammen. Für die Ersatzstromversorgung werden zusätzlich rund 121 000 Euro benötigt, die Brandmeldeanlage schlägt mit 19 000 Euro zu Buche. Bauwerk und Freianlagen schaffen zusätzliche Kosten von etwa 57 000 Euro. Weitere große Kostenfaktoren sind die Photovoltaik-Anlage (26 000 Euro) sowie die Vorbereitungen der Energiversorgung für den zweiten Bauabschnitt (53 000 Euro). Dieser ist notwendig, damit die neue Feuerwache auch den Fliegerhorst abdecken kann. Bei der Photovoltaik-Anlage sei man aber überzeugt, dass die Kosten bereits nach kurzer Zeit wieder hereingeholt seien, so Stangl.

Die übrigen Mehrkosten verteilen sich auf die elektroakustische Anlage (19 000 Euro), Ergänzungen bei der Gebäudeleittechnik (8600 Euro), und die Stromtankstelle (5000 Euro). Weil der Großteil der Arbeiten aber noch in diesem Jahr durchgeführt werden kann, profitiert die Stadt von der Mehrwertsteuersenkung um drei Prozent. „Das nehmen wir auf jeden Fall mit“, so Stangl.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Aus für Familienunternehmen: Corona gibt Feuerwerksfirma den Rest
Aus für Familienunternehmen: Corona gibt Feuerwerksfirma den Rest
Coronavirus in FFB: Kindergartengruppe geschlossen - außerdem müssen Grundschüler daheim bleiben
Coronavirus in FFB: Kindergartengruppe geschlossen - außerdem müssen Grundschüler daheim bleiben

Kommentare