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Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck warnt vor einer neuen Betrugsmasche. (Symbolbild)

Die Polizei warnt

Neue Masche: So wird jetzt online abgezockt

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Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck warnt vor einer neuen Betrugsmasche.

Landkreis – Beim so genannten Cyber-Trading ist durch angebliche Geldanlagen in binären Optionen, Kryptowährungen und ähnlichen Finanzprodukten bereits ein Schaden in Millionenhöhe entstanden.

Die Täter gehen dabei laut Kriminalpolizei höchst professionell vor. Sie stellen Internetseiten online, die häufig auch durch teure und professionelle Werbeanzeigen auf Online-Seiten und in den Sozialen Medien beworben werden. So sollen sie den Eindruck von seriösen Handelsplattformen vermitteln. Den Anlegern gaukeln sie vor, dass bei den Transaktionen kaum Risiko besteht und dass sie sich bereits nach kurzer Zeit über eine hohe Rendite freuen dürfen.

Betrüger nutzen Fakeshops für ihre Masche

Offenbar siegt dabei immer wieder die Gier über den Verstand. Durch die angebotenen hohen Gewinnspannen lassen sich viele Opfer zunächst zu kleineren Geldüberweisungen und nach suggerierten virtuell hohen Gewinnen oft auch zu höheren Beträgen verleiten. Tatsächlich werden die überwiesenen Gelder aber keineswegs für eine solche Anlage verwendet. Das Geld fließt direkt in die Taschen der Abzocker. Die Anleger schauen in die Röhre.

Auf den betrügerischen Internetplattformen werden unter anderem Anlageprodukte wie Aktien, Binäre Optionen, Devisen und Kryptowährungen zum Handel angeboten. Doch diese gibt es nicht. Die Vorgehensweise der Betrüger ist damit laut Polizei vergleichbar mit sogenannten Fakeshops, in denen immer wieder nicht existierende Waren angeboten werden.

Elf Fälle und über eine Million Euro Schaden

Die Kriminalpolizeiinspektionen Ingolstadt, Fürstenfeldbruck und Erding haben in ihren Zuständigkeitsbereichen allein im Juli elf Fälle von Cybertrading registriert. Dabei entstand ein Gesamtschaden in Höhe von mehr als einer Million Euro. Die Ermittler der Betrugsdezernate schließen nicht aus, dass es weitere Fälle gibt, die von den Geschädigten – womöglich aus Scham – gar nicht angezeigt wurden.

Die Kriminalpolizei rät bei zu verlockenden Angeboten im Internet, generell misstrauisch zu sein. Ein weiterer Tipp: „Bevor Sie Geld über Internetplattformen anlegen, informieren Sie sich über unabhängige Quellen vor allem im Hinblick auf die Seriosität der Anbieter und das angebotene Produkt.“ Informationen gibt es unter www.verbraucherzentrale.de oder bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht unter www.bafin.de.

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