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Fahrtwege und Einsatzzeiten für Rettungswagen und deren Besatzungen werden den veränderten Anforderungen in vier Landkreisen ang epasst. 

Landkreis FFB

Die neuen Stationen der Rettungswagen

  • Thomas Steinhardt
    vonThomas Steinhardt
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Rettungswagen sollen möglichst schnell bei Kranken und Verletzten sein. Ein Gutachten hat nun die Datengrundlage geschaffen, deren Standorte besser zu verteilen. Auch ganz neue Stationen werden entstehen. Ein Einsatzgebiet soll weiter beobachtet werden.

Fürstenfeldbruck – Das Gutachten (Trust III) hat die Einsätze im Gebiet der Leitstelle Fürstenfeldbruck, das auch die Landkreise Dachau, Starnberg und Landsberg umfasst, unter die Lupe genommen. Auf den daraus gewonnenen Erkenntnissen fußen einige Empfehlungen, die die Versammlung des Rettungszweckverbands nun in die Tat umsetzen will.

Gada

Der Rettungswagen (RTW), der seit einiger Zeit im Gewerbegebiet Geiselbullach steht, wird ins nahe Gewerbegebiet Gada (Kreis Dachau) verlagert. Aus dem Probe- wird ein Regelbetrieb. Außerdem werden die Vorhalt-Zeiten von jetzt 9 bis 21 Uhr auf dann täglich 7 bis 24 Uhr verlängert.

Mammendorf

Die Gemeinde Mammendorf bekommt einen eigenen Rettungswagenstellplatz. Der RTW und seine Besatzung sollen dort täglich von 9 bis 21 Uhr vor Ort sein.

Fürstenfeldbruck

An der Wache in Bruck wird die Nachtlücke (Sonntag bis Donnerstag von 0 bis 8 Uhr) geschlossen. Beide RTW werden künftig rund um die Uhr vor Ort sein.

Germering

In Gilching (Kreis Starnberg) wird eine neue, zusätzliche Rettungswache geschaffen. In Germering indes werden die RTW-Stunden reduziert. Ein Rettungswagen in Germering bleibt rund um die Uhr vor Ort, der zweite täglich von 8 bis 20 Uhr.

Verbandsmitglied und Landtagsabgeordneter Benjamin Miskowitsch (CSU) wunderte sich in der Sitzung angesichts des Bevölkerungswachstums über die Reduzierung in Germering. Man dürfe Germering nicht isoliert betrachten, sondern müsse den Zusammenhang mit Gilching sehen, antwortete Bernd Brach, Geschäftsführer beim Rettungszweckverband. Insgesamt werde sich die Versorgung in dem Bereich deutlich verbessern. Man einigte sich darauf, diesen Punkt nach Ablauf eines Jahres noch einmal genauer anzusehen.

Türkenfeld

Der Rettungswagen in Windach (Kreis Landsberg) steht künftig länger zur Verfügung. Die Zeit wird von derzeit täglich 8 bis 20 Uhr auf dann 8 bis 23 Uhr (am Wochenende bis 24 Uhr) ausgeweitet.

Umsetzung

Die Umsetzung der Änderung solle umgehend erfolgen, heißt es in einem Papier des Rettungszweckverbands. Allerdings sind bei der neuen Rettungswache in Gilching, beim neuen Stellplatz in Mammendorf und beim Stellplatz im Gada europaweite Ausschreibungen notwendig. Die Entscheidung über die Angebote werde frühestens im Dezember 2020 anstehen – in Betrieb gehen die neuen Plätze also frühestens im ersten Halbjahr 2021.

Die Auswertung

Das Trust-Gutachten beobachtete das rettungsdienstliche Geschehen in den vier Landkreisen zwischen Juli 2018 und Juni 2019. Ausgewertet wurden in dieser Zeit insgesamt 120 832 Einsätze. Knapp 89 000 davon waren Notfalleinsätze. 22 700 waren Krankentransporte, 1600 arztbegleitende Krankentransporte. Knapp 8000 gelten als sogenannte sonstige Einsätze, etwa Wasserrettung. 37 Prozent der Einsätze entfielen auf den Landkreis Fürstenfeldbruck, 26 Prozent auf den Kreis Starnberg, 25 Prozent auf Dachau und 16 Prozent auf Landsberg. Allerdings war der Anteil an Notfall-Einsätzen am Lech mit knapp 78 Prozent am höchsten, dicht gefolgt von Fürstenfeldbruck mit 76 Prozent.

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