Lichtinstallationen sollen den Brucker Westen zieren. Das Foto zeigt eine Arbeit des Künstlers Siegfried Kreitner.

Fürstenfeldbruck

Neuer Skulpturenpfad mit Lichtkunstwerken

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Das Projekt „Stadtkunstland“ soll 2020 eine Fortsetzung finden. Bei einer Gegenstimme billigte der Kultur- und Werkausschuss ein Budget von 50 000 Euro für die Installation von Lichtskulpturen.

Fürstenfeldbruck –  Die Standorte sollen über den Westen der Großen Kreisstadt verteilt werden. Angedacht sind unter anderem die Richard-Higgins-Grundschule, das Stadtteilzentrum und die Stadtwerke.

Als Kuratorin wird die Kulturstiftung Derriks eingesetzt. „Durch den Skulpturenpfad erfährt die Stadt eine positive Erweiterung ihres Kulturangebots“, sagte Gerhard Derriks, der als Gast in den Ausschuss eingeladen war.

Wie 2016, als ein solcher Skulpturenpfad die Stadt vom Gerbelpark bis zum Kloster durchzog, sollen die Bürger wieder mit entscheiden dürfen, welche Werke aufgestellt werden. Dabei handelt es sich nicht um Lichtinstallationen wie sie von Georg Trenz bekannt sind, sondern um beleuchtete oder selbst leuchtende Skulpturen an einem festen Standort.

Kunst im Bewusstsein der Bevölkerung

„Die Art der Lichtkunst von Trenz ist auch nicht unser Ziel“, betonte Klaus Wollenberg (FDP). Kunst müsse im Bewusstsein der Bevölkerung bleiben, so der Kulturreferent weiter. So sei die Idee mit den eigenständig leuchtenden Objekten entstanden. Auch Umweltreferentin Alexa Zierl (Die Partei & Frei) stand dem Projekt positiv gegenüber. „Es macht einen Spaziergang durch die Stadt entspannend, wenn man Kunstwerken begegnet.“ Ulrich Schmetz (SPD) sah es als logisch an, dass das Projekt „Stadtkunstland“ im Westen fortgesetzt werde. So sei das gesamte Gebiet der Stadt berücksichtigt.

Acht Künstler hat Derriks auf die Idee angesprochen. Allerdings wurde im Ausschuss durch Klaus Quinten (BBV) kritisiert, dass diese bis auf zwei Münchner Vertreter keinerlei regionalen Bezug hätten. Irene Weinberg (BBV) stand dem Projekt vom Gesichtspunkt der Lichtverschmutzung skeptisch gegenüber. „Wir wollen Licht reduzieren, um Insekten nicht anzulocken, und Energie zu sparen“, sagte sie. Norbert Leinweber vom Veranstaltungsforum hielt dem entgegen, dass Verbrauch und Lichtintensität vernachlässigbar seien.

Birgitta Klemenz und Georg Jakobs (beide CSU) zeigten sich wegen der Kosten skeptisch. Man müsse hinterfragen, ob man sich so etwas leisten wolle. „Eventuell muss man schon auch auf die Sparbremse drücken“, sagte Jakobs.

Die Idee eines Skulpturenpfads kam in Fürstenfeldbruck 2008 erstmals auf. Sie wurde 2013 und 2016 fortgesetzt. Die zehn für 2016 entstandenen Skulpturen verblieben etwa zwei Jahre lang an ihrem Standort.  hk

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