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Thomas Lutzeier

Bei der Brucker Wahl im Mai

Parteifreier will Oberbürgermeister werden

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Fürstenfeldbruck - Ein weiterer OB-Kandidat steht in den Startlöchern: Thomas Lutzeier liebäugelt mit dem Oberbürgermeister-Posten in der Großen Kreisstadt. Der parteifreie 55-Jährige will sich bis Sonntag entscheiden, ob er den Wahlkampf in Angriff nimmt.

Doch soviel steht jetzt schon fest: „Die Tendenz geht in Richtung Kandidatur“, bestätigte Lutzeier dem Tagblatt. Mit einer eigenen Wählergruppe, deren Namen er noch offen lässt, will er sich um das Amt bewerben. Seine Perspektiven stuft Lutzeier als „durchaus hoffnungsvoll“ ein: „Es hat Vorteile, wenn man keiner Partei angehört.“ So könnte er als „moderierender Bürgermeister“ neue Mehrheiten im Stadtrat finden, wo CSU. SPD, BBV, Grüne und Freie Wähler vertreten sind. Er werde, so Lutzeier, bereits auf der Straße auf eine Kandidatur angesprochen (“Erst heute von einem Kaminkehrer“). Die OB-Idee wurde in einer von ihm geleiteten Facebook-Gruppe mit momentan fast 800 Mitgliedern geboren. Beobachter haben deshalb keine Zweifel, dass er die für eine Kandidatur notwendigen 215 Unterschriften aus der Bevölkerung bekommt. Der designierte Kandidat saß bereits für Die Grünenim Stadtrat, ehe er vor knapp fünf Jahren zurücktrat. 2014 kandidierte er auf der Freien-Wähler-Liste, verpasste aber den Einzug ins Kommunalparlament und war seitdem auch parteipolitisch nicht mehr tätig. 2008 war Lutzeier für Die Grünen schon einmal OB-Kandidat und kam damals, als Sepp Kellerer die Wahl erneut gewann, auf 4,86 Prozent der Stimmen.

Lutzeier ist gebürtiger Brucker. Seine Gattin stammt aus der italienischen Partnerstadt Cerveteri. Der IT-Spezialist und ehemalige Graf-Rasso-Gymnasiast betreibt ein eigenes Informatik-Unternehmen mit Sitz in Fürstenfeldbruck. Der 55-Jährige, dessen Bruder Eckart Fußballpräsident beim SC Fürstenfeldbruck war, hatte vor zwei Jahren mit der Gründung eines Fördervereins die Rettung des Lichtspielhauses in die Wege geleitet. Mittlerweile steht das noch geschlossene Kino an der Maisacher Straße unter Denkmalschutz und wird restauriert.

Bislang sind für die im Mai geplanten vorgezogenen OB-Neuwahl der ehemalige Landtagsabgeordnete Martin Runge (Grüne) aus Gröbenzell und der 26-jährige Philipp Heimerl (SPD) als Kandidaten für die Nachfolge von Klaus Pleil im Gespräch. Der 2013 gewählte OB ist seit einem im Spätsommer 2015 erlittenen Herzinfarkt im Krankenstand. Unklar ist bislang, ob der seitdem offiziell als Bürgermeister tätige Erich Raff für die CSU bei den Wahlen antritt.

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