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Gerade  in der Corona-Krise kam es zu Staus vor den Wertstoffhöfen.

Fürstenfeldbruck

Online-Ampel informiert künftig über Andrang auf den Wertstoffhöfen

  • Thomas Steinhardt
    vonThomas Steinhardt
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Wer einen der großen Wertstoffhöfe im Landkreis besuchen will, kann sich vorher im Internet darüber informieren, wie stark der Andrang gerade ist.

Fürstenfeldbruck - Gerade in den vergangenen Wochen und Monaten war der Andrang auf den Wertstoffhöfen teils kaum mehr zu meistern. Das lag an den Corona-Regeln, aber auch am großen Ansturm der Menschen, die frei hatten und zu Hause ihre Keller und mehr entrümpelten.

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Wer einen der großen Wertstoffhöfe im Landkreis besuchen will, kann sich künftig vorher im Internet darüber informieren, wie stark der Andrang gerade ist – und zwar mit der FFB-Abfall-App. Der Nutzer bekommt angezeigt, ob der Zustrom zum jeweiligen Hof gering, mittel oder groß ist. Das funktioniert mit Hilfe der so genannten Wertstoffhofampel, die ab dem heutigen Freitag, 10. Juli, über die App abrufbar ist. Zusätzlich zu den drei verschiedenen Stufen wird noch eine etwaige Wartezeit angegeben. Der Auslastungsmelder soll zu einer besseren Information der Bürger beitragen und so zu einer optimalen Verteilung der Anlieferer führen, so der Abfallwirtschaftsbetrieb. Wie aber werden die Daten erfasst? Über eine Lichtschranke? Nein, erklärt ein Sprecher des AWB. Der jeweilige Leiter eines großen Wertstoffhofes kennt die Situation vor Ort ja sehr genau und hält seinen Eindruck händisch im PC fest. Dieser ist mit der App verbunden, wo die Infos dann ausgespielt werden. 

Der Aufwand für diese Lösung habe sich in Grenzen gehalten, erklärt der AWB-Sprecher. An den meisten Höfen sei ohnehin eine EDV-Ausstattung vorhanden. Nur eine neue Software sei nötig gewesen. „Die haben wir uns gegönnt.“ Die Wertstoffhof-Ampel sei natürlich auch eine Reaktion auf die Entwicklung der jüngeren Vergangenheit, sagte der Sprecher. Allerdings sei die Idee ja auch interessant für die Zukunft: Die Leute können einfach vorher schauen, was am Wertstoffhof los ist. Nicht zur Verfügung stehen wird die Ampel in Kottgeisering und in Egenhofen. Beiden Höfe liegen weit außerhalb der Besiedlung und haben keine Internetanschlüsse (Kottgeisering nicht mal Strom). 

In Egenhofen könnte sich das bald ändern. Es gibt Planungen, den Wertstoffhof in Unterschweinbach im Gewerbegebiet neu zu bauen. Für die kleinen Wertstoffhöfe seien keine ähnlichen Maßnahmen geplant, sagt der AWB-Sprecher auf Nachfrage. „Hier gibt es ja keine Wartezeiten.“ Theoretisch wäre es möglich, in den Containern Füllstandsanzeiger via Ultraschall zu installieren. Das sei aber teuer, aufwendig und vor allem sehr fehlerbehaftet.

 In den kleinen Wertstoffhöfen können die Bürger Altpapier, Kartons, Flaschen, Dosen und teils auch Altkleider entsorgen. An den großen Wertstoffhöfen stehen Container für Grünschnitt, Bauschutt, Verpackungen, Plastik aller Art, Sperrmüll, Eisenschrott, Elektrogeräte und vieles mehr zur Verfügung. Das System soll helfen, die Sortenreinheit bei der Erfassung von Wertstoffen hoch zu halten und so die Recyclebarkeit zu erhöhen. Gleichzeitig trägt das System zu vergleichsweise geringen Müllgebühren bei.

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