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Prost zum Abschied: (v.l.) Walter Tietz stößt mit seiner Nachfolgerin Petra Schneider, ihrem Stellvertreter Wolfgang Ried und Landrat Thomas Karmasin an. 

Pestalozzi-Schule

Rektor geht nach 34 Jahren in Ruhestand

 Nach 34 Jahren hat sich Walter Tietz in den Ruhestand verabschiedet. 

Fürstenfeldbruck - Elf Jahre lang führte der Sonderpädagoge als Rektor die Pestalozzi-Schule, das Förderzentrum-West des Landkreises. Dort steht die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler im Mittelpunkt.

Ihm sei es wichtig gewesen, dass in der Pestalozzi-Schule auch künstlerische, musische und handwerkliche Angebote gefördert werden, sagte Walter Tietz. Dabei sollte das Talent eines jeden Schülers hervorgehoben werden. „Das stärkt die Widerstandsfähigkeit und das Selbstwertgefühl der jungen Menschen.“

Der scheidende Rektor habe sich immer den wechselnden Anforderungen der Bildungspolitik angenommen, sagte Landrat Thomas Karmasin. Er sei zur Abschiedsfeier gekommen, um Walter Tietz’ Facettenreichtum zu ehren. „Hier wird nicht nur gelehrt, sondern auch vorgelebt. Es gibt ein klares Ziel: Nicht möglichst viel muss rein in die Schüler, dafür muss aber alles raus geholt werden.“

Die Schüler schätzten ihren scheidenden Rektor vor allem auch für seine fröhliche und menschliche Art. Das zeigte sich bei der Abschiedsfeier deutlich. So sorgte das sogenannte Lern-Entwicklungsgespräch für Lacher. Dabei wurden Walter Tietz und seine „Erziehungsberichtigte“ – so bezeichneten die Schüler spaßeshalber seine Frau – in verschiedenen Kategorien bewertet. Außerdem hatten die Jugendlichen eine Prüfung für ihren ehemaligen Schulleiter vorbereitet. Sie zeigten ihm ein Video. Anhand dessen musste Walter Tietz dann mehrere Begriffe erraten.

Vom Lehrerkollegium bekam er zum Abschied eine Gartenbank geschenkt. Dann ergriff Walter Tietz noch einmal das Wort und bedankte sich bei allen Organisatoren der Feier. Einen Abschied in großem Stil habe er eigentlich gar nicht gewollt, sagte er. Außerdem würdigte er die Zusammenarbeit mit seinen Kollegen, den Mitgliedern des Fördervereins, Eltern und anderen Schulen. „Es war immer Verständnis und Toleranz für neue Ideen da“, sagte er. Ohne dieses Miteinander hätte sich die Schule nicht so positiv entwickelt.

Petra Schneider wird Walter Tietz in seinem Amt nachfolgen. Ihr Stellvertreter ist Wolfgang Ried. Für beide hatte Tietz ein Geschenk mitgebracht: eine Schultüte für jeden. Außerdem hatte Tietz einen Haufen Kaffeelöffel dabei. Diese seien in der Schule immer zu wenig gewesen. Christoph Riegel

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