Walter Lübcke: Generalbundesanwalt übernimmt Fall, was einen Verdacht erhärtet

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Pfefferspray ausgetreten

Mehrere Personen im Krankenhaus: Rettungseinsatz in der Brucker Berufschule

Mehrere Sankas sind am Donnerstagvormittag zur Berufsschule in Bruck geeilt. Grund war unabsichtlich ausgetretenes Pfefferspray. Fünf Schüler mussten ins Krankenhaus.

Update 17.18 Uhr: Trotzdem wird ermittelt

Es war kurz vor 10 Uhr, als die angehenden Zahnmedizinischen Fachangestellten plötzlich Husten mussten und ihnen die Augen brannten. Sie rannten ins Freie, zusammen mit den Schülern der Parallelklasse, die im Zimmer gegenüber saßen. Die Türen hatten – wie in der Schule üblich – offen gestanden. Das Reizgas hatte auch den Weg zu ihnen gefunden. 

„Das Mädchen war untröstlich“, berichtet Berufsschulleiterin Andrea Reuß über die Schülerin, aus deren Tasche das Spray ausgetreten war. Die junge Frau habe das Spray normalerweise nicht im Unterricht dabei. An diesem Tag habe sie vergessen gehabt, es aus der Tasche zu nehmen. Obwohl das Tierabwehrspray grundsätzlich zugelassen ist, wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord am Nachmittag mitteilte. Als das Gas durch die Räume zog, alarmierten Lehrer die Rettungskräfte, die Schüler liefen ins Freie. Dort kümmerte sich ein Großaufgebot von Einsatzkräften um sie. 

Die betroffenen Auszubildenden bereiten sich gerade auf ihre Abschlussprüfungen im Juli vor. Am Donnerstag hätten sie eine knappe Stunde nach dem Pfefferspray-Ausbruch eine Schulaufgabe schreiben sollen. „Die wurde natürlich verschoben“, so Andrea Reuss. Die Schulleiterin bedankt sich bei den Einsatzkräften. „Sie haben schnell reagiert und toll gearbeitet

Update 13 Uhr: Polizei geht nicht von Absicht aus

Etwa 40 Schüler mussten am Donnerstagvormittag mit gereizten Schleimhäuten und tränenden Augen ihr Klassenzimmer in der Berufsschule Fürstenfeldbruck räumen. Sie hatten eine gehörige Dosis Pfefferspray abbekommen. 18 junge Leute hatte es so schwer erwischt, dass die Notärzte sie als verletzt einstuften, zwei davon wurden vorsichtshalber mit dem Sanka in die Kreisklinik gebracht. Auslöser des Pfefferspray-Ausbruchs war laut Polizei wohl ein unglücklicher Zufall. Eine Schülerin hatte ein so genanntes Tierabwehrspray in ihrer Tasche. Der Beutel lag unter ihrem Tisch. Kurz vor 9.50 Uhr muss das Mädchen im Unterricht mit dem Fuß wohl gegen die Tasche gestoßen sein. Daraufhin ging das Pfefferspray los und entleerte sich. Von irgendeiner Absicht oder einem Streich geht die Polizei derzeit nicht aus. Die Schüler flüchteten vor dem Gas ins Freie. Dort kümmerte sich ein Großaufgebot von Einsatzkräften des Roten Kreuzes und der Feuerwehr um sie. Sogar ein Großraumwagen zur Unterbringung und Schnellversorgung der Betroffenen wurde angefordert. Das BRK kümmerte sich um die Schüler. Die Feuerwehr belüftete das Klassenzimmer und die anschließenden Gänge. Danach konnte der Unterricht fortgesetzt werden. Die Hans-Sachs-Straße wurde während des Einsatzes gesperrt, weil sie von Rettungsfahrzeugen völlig zugestellt war. Die Polizisten an den Sperren hatten es immer wieder mit uneinsichtigen Autofahrern zu tun.

Update 12.19 Uhr: Am Donnerstagvormittag sind mehrere Krankenwagen und auch die Feuerwehr zur Berufsschule in Fürstenfeldbruck gerufen worden. Grund war unabsichtlich ausgetretenes Pfefferspray. Zunächst hatte es nach einer Attacke ausgesehen.

Wie Rainer Bertram vom Roten Kreuz berichtete, wurden 18 Personen vom Pfefferspray in Mitleidenschaft gezogen. Fünf davon wurden ins Krankenhaus gebracht. Der Großraumrettungswagen werde bei solchen Gelegenheiten immer angefordert. Das BRK war mit 26 Einsatzkräften und sechs Rettungswagen vor Ort. Außerdem waren zwei Notärzte zur Schule geeilt. Auch die Berufsfeuerwehr München war alarmiert worden, musste vor Ort aber nicht mehr eingreifen.

Feuerwehr vor Ort wegen Gasgeruchs

Nachricht vom 2. Mai 2019: Fürstenfeldbruck - Nach ersten Erkenntnissen sprühte ein Schüler in einem Klassenzimmer damit herum, was sich später als nicht korrekt herausstellte. Rettungskräfte und Feuerwehr waren vor Ort. Wegen der Vielzahl der Verletzten ist ein Großraumrettungswagen aus München angefordert worden. Die Feuerwehr Fürstenfeldbruck war wegen der Meldung „Gasgeruch“ angerückt. Die Räume wurden untersucht und dann ohne Erkennung wieder freigegeben. 

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