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Platz für innovative Unternehmer

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Stehe vor dem Gründerzentrum (v.l.): Zweiter Bürgermeister Christian Stangl, Michael Richter, Arnold Wietzke (beide Aktivsenioren), Finanzreferent Klaus Wollenberg, Aliki Bornheim, Georg Huber und OB Erich Raff. In Kürze sollen hier die ersten Unternehmen einziehen.
Stehe vor dem Gründerzentrum (v.l.): Zweiter Bürgermeister Christian Stangl, Michael Richter, Arnold Wietzke (beide Aktivsenioren), Finanzreferent Klaus Wollenberg, Aliki Bornheim, Georg Huber und OB Erich Raff. In Kürze sollen hier die ersten Unternehmen einziehen. © Peter Weber

Eine Liste mit Anfragen gibt es schon – und nun ist es auch ganz offiziell. Start-up-Unternehmen können ab sofort ins ehemalige Geschäftsführerhaus der Stadtwerke an der Bullachstraße in Bruck einziehen.

Fürstenfeldbruck – „Das soll die Botschaft sein“, betonte OB Erich Raff jetzt bei einer Besichtigung der noch überwiegend leeren Räume. „Wer will, kann einen Mietvertrag sofort unterzeichnen.“ Bedingung ist allerdings, dass seit der Gründung der Firma nicht nicht mehr als drei Jahren vergangen sein sollen. Die ersten Start-up-Unternehmen soll noch in diesem Monat einziehen.

Der plakative Name des Gebäudes „ampersite“ und das Ambiente rund um Amper und Stadtbibliothek sollen mithelfen, junge und innovative Unternehmen anzulocken. Aus welchen Bereichen die beispielsweise kommen können, erklärt Aliki Bornheim, in der Stadt für Wirtschaftsförderung zuständig: „Digitalisierung, Energiesektor, Umweltbereich oder Medizintechnik.“ Ausdrücklich gewünscht ist, dass die Betriebe sich untereinander austauschen, Erfahrungen sammeln und so auch neue Ideen entwickeln, wie Bornheim erklärt.

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Das soll in Räumen möglich sein, die mit einem Kostenaufwand von rund 110 000 Euro hergerichtet sind – frisch gestrichen, Brandschutz aktualisiert und mit Wlan versehen. Das sind die Punkte die Georg Huber vom Baumanagement nennt. An den Räumlichkeiten selbst habe man nichts geändert. „Das haben wir so übernommen, wie wir es von den Stadtwerken vorgefunden haben.“, sagt Huber.

Ein kleines Schmankerl hat die Stadt in diesem Zusammen anzubieten. Solange mehrere Räume noch frei sind, besteht im Prinzip die Möglichkeit, sich einen auszusuchen. Ein paar Einschränkungen gibt es aber: Mit welcher Anzahl Mitarbeiter zieht das Unternehmen ein, welche technische Ausstattung braucht es.

Hilfe von den Aktivsenioren

Dabei mithelfen, aber die jungen Unternehmen auch ganz allgemein dahingehend zu unterstützen, auf den Beinen zu bleiben, sollen Michael Richter und Arnold Wietzke, beide von den Aktivsenioren. Sie arbeiten ehrenamtlich, werden aber unter anderem dabei mit Rat und Tat zur Seite stehen, wenn es um Businesspläne geht, um Zukunftsentwicklung geht.

Auch die Stadt hat nämlich durchaus ein Interesse, die Start-ups zu halten, wenn diese aus den Kinderschuhen herausgewachsen sind. „Weil alt eingesessene Betriebe ebenfalls profitieren“, so Richter.

Es ist vorgesehen, dass die Start-up-Unternehmen etwa fünf Jahre im „ampersite“ verbleiben können. „Dann sollten die unternehmerischen Anfangsschwierigkeiten überwunden sein“, erklärt nochmals Huber vom Gebäudemanagement. Man sei aber flexibel, wenn ein Unternehmen neue Räumlichkeiten in Aussicht habe, dort aber noch nicht einziehen könne.

Für Finanzreferent Klaus Wollenberg (FDP) ist das Ganze zudem ein spannendes Experiment. „Wir als Stadt müssen ebenso neue Erfahrungen mit solchen Unternehmensformen sammeln.“ Er hoffe auch auf Mundpropaganda. (Hans Kürzl)

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