Einer von vielen Unfällen, an der B 2 auf Höhe der Kaisersäule, zu denen Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte ausrücken müssen. archiv-Foto
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Einer von vielen Unfällen, an der B 2 auf Höhe der Kaisersäule, zu denen Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte ausrücken müssen. (Archivfoto)

Kreisverkehr an der Kaisersäule scheitert am Denkmalschutz

Puch: Was tun mit der Problemkreuzung?

Immer wieder kracht es an der Kreuzung auf der B 2 bei der Kaisersäule. Einige Versuche zur Entschärfung wurden bereits gemacht, doch nur ein vollständiger Umbau scheint Erfolg zu versprechen. Der aber gestaltet sich schwieriger als gedacht.

Puch - Die Kreuzung zwischen der Straße Zur Kaisersäule und der B 2 bei Puch ist unübersichtlich. Von Lindach kommend ist die Sicht auf die Bundesstraße nach links durch eine hohe Böschung versperrt. Und auch von rechts kommende Fahrzeuge sind oft schnell unterwegs. „Die Kreuzung ist seit Jahren ein Unfallschwerpunkt“, sagt Oliver Erhardt, Sachbearbeiter für Verkehr bei der Polizei Fürstenfeldbruck. Grund dafür sei vor allem das hohe Verkehrsaufkommen. Versuche die Sicht durch das Zurückschneiden der Böschung zu verbessern und durch häufigere Geschwindigkeitsmessungen auf die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit von 60 Stundenkilometern zu achten seien bisher fruchtlos geblieben. „Es ist trotzdem weiter ein Unfallschwerpunkt“, sagt Erhardt.

Die zuständige Unfallkommission plane nun bauliche Maßnahmen – insbesondere einen Kreisverkehr. Doch auch so ein Umbau ist nicht unkompliziert. Neben der Stadt ist auch noch das staatliche Bauamt Freising zuständig, da es sich um eine Kreuzung mit einer Bundesstraße handelt. Und dort ist die Kreuzung an der Kaisersäule laut Thomas Jakob, der für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, kein Projekt, das vorrangig bearbeitet wird.

Zwar stimmt er zu, dass ein Kreisverkehr die beste Lösung sei. Doch bei dessen Planung gebe es einige Komplikationen. „Nach bisheriger Planung würde dafür aber ein kleiner Teil der nordwestlichen Ecke des Parks an der Kaisersäule benötigt,“ so Jakob. Dies sei aber kaum möglich, da die Anlage unter Denkmalschutz stehe. Bei einer möglichen Verschiebung des geplanten Kreisverkehrs nach Nordwesten oder in Richtung Puch müssten jeweils Grundstücke in Privateigentum erworben werden. Gespräche mit den Besitzern waren bisher nicht erfolgreich.

Der nächste Schritt des stattlichen Bauamtes sei laut Jakob nun, ein Planfeststellungsverfahren bei der Regierung in Oberbayern einzureichen, um die Beseitigung des Unfallschwerpunkts unter Wahrung der anderen Interessen zu erreichen. Doch so ein Verfahren sei sehr zeit- und arbeitsaufwendig. Somit gibt es momentan zwei unterschiedliche Vorentwürfe für einen Kreisverkehr, die beide aus unterschiedlichen Gründen nicht umgesetzt werden können. Die Problemkreuzung an der Kaisersäule bleibt somit wohl noch für längere Zeit unverändert gefährlich. (Sven Behrens)

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