Die Schwimminsel soll diesen Sommer wieder im Pucher Meer als Rast- und Sonnenfläche dienen.
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Die Schwimminsel soll diesen Sommer wieder im Pucher Meer als Rast- und Sonnenfläche dienen.

Fürstenfeldbruck

Stadt erlässt Hausordnung fürs Pucher Meer: Damit kommt die Bade-Insel zurück

  • Ingrid Zeilinger
    vonIngrid Zeilinger
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Am Pucher Meer wird die Badeinsel wieder ins Wasser gelassen. Damit die Stadt bei Unfällen nicht haftet, wurde eine Hausordnung erstellt. Sie regelt auch die Nutzung von Standup-Paddels und Schlauchbooten. Eine Sperrstunde gibt es nicht.

Fürstenfeldbruck – Der Aufschrei war groß, als im Sommer 2019 die Badeinsel am Pucher Meer abgebaut werden musste. Denn nach Gerichtsurteilen drohten die Kommunen plötzlich bei Unfällen in Haftung gezogen zu werden. Die Stadt Bruck hat von einer Anwaltskanzlei, die sich auf öffentliche Badegewässer spezialisiert hat, ein Sicherheitskonzept erstellen lassen. Die Hausordnung und Schilder regeln nun das Verhalten am Pucher Meer – und die Stadt ist aus der Haftung.

Die Hausordnung weist die Besucher darauf hin, dass sie den See, im Winter die Eisfläche und das Gelände auf eigene Gefahr benutzen. Kinder unter sieben Jahren dürfen nur in Begleitung eines Aufsichtsberechtigten dort sein. Auf dem Gelände herrscht ein ganzjähriges Hundeverbot – Einsatz- und Rettungshunde sind ausgenommen.

Für Diskussionen sorgte im Ausschuss für Integration, Soziales, Jugend und Sport das geplante Verbot von Standup-Paddels. „Die Wasserwacht sagt, sie benehmen sich anständig“, betonte Martin Kellerer (CSU). Er forderte, auch Schlauchboote zuzulassen. Dem schlossen sich die Ausschussmitglieder an. Allerdings wird es nur eine Einstiegsstelle geben, damit sie nicht den Badegästen in die Quere kommen. Auch die Fischer dürfen nach wie vor mit ihren Booten ins Wasser.

Der Entwurf sah auch eine Sperrstunde zwischen 1 und 6 Uhr vor. Doch das störte einige Stadträte. „Dann gehen die Jugendlichen woanders hin und wir haben Rambazamba im Stadtpark“, meinte Willi Dräxler (BBV). Die Zeit basiere auf den Erfahrungen der vergangenen Jahre, berichtete Raff. „Es räumt am Ende keiner mehr auf.“ Und den Sicherheitsdienst könne man um 3 Uhr nachts nicht mehr rausschicken. „Ohne Sicherheitsdienst werden wir es da draußen nicht in den Griff bekommen.“ Doch die Mehrheit war dafür, von einer Sperrzeit abzusehen. „Wenn sie sich benehmen, können sie bis 4 Uhr morgens feiern“, sagte Jan Halbauer (Grüne). Das Gremium einigte sich, es zunächst ohne Sperrstunde zu versuchen. „Wenn es nicht klappt, können wir ja reagieren“, meinte Adrian Best (Linke).

Der Ausschuss segnete die Hausordnung einstimmig ab. Nun werden die Hinweisschilder aufgestellt. Dann kann die Badesaison starten. OB Raff: „Wir hoffen, im Mai die Badeinseln wieder einlassen zu können.“

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