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Schmuddel-Toiletten bremsen Badespaß aus

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Von: Ingrid Zeilinger

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Das Pucher Meer kann sich vor Badegästen kaum mehr retten: Immer mehr genießen hier sonnige Stunden. Die sanitären Anlagen bereiten allerdings weniger Vergnügen. 	Foto: weber
Das Pucher Meer kann sich vor Badegästen kaum mehr retten: Immer mehr genießen hier sonnige Stunden. Die sanitären Anlagen bereiten allerdings weniger Vergnügen. © Weber

Der Sommer gibt noch einmal sein Bestes, und eigentlich könnten Badegäste am Pucher Meer das ausgiebig genießen. Wäre da nicht ein Problem: die öffentlichen Toiletten. Sie sind dem Ansturm nicht mehr gewachsen. Die WCs sind dreckig, das Inventar beschädigt. Nun müssen Lösungen her. Ein Vorschlag: kostenpflichtige Klos.

Fürstenfeldbruck – Heruntergerissene Fönhalter, zerstörte Spiegel, kaputte Klobrillen: Die öffentlichen Toiletten am Pucher Meer sorgen bei den Badegästen für Ärger. Manch einem Stammgast graust es regelrecht, so zum Beispiel einer Bruckerin. „Die Toiletten gehören abgerissen“, sagt sie. Die Seniorin kommt mit ihren Enkeln immer wieder zum Baden ans Pucher Meer. Doch die Klos hinter dem Leuchtturm meidet sie, wo es nur geht. Vor drei Jahren seien sie renoviert worden, berichtet die Dame. Damals sah alles noch aus wie neu. Doch inzwischen seien die Toiletten wieder heruntergekommen und nicht sauber. Glasscheiben würden auf dem Boden liegen, Spiegel seien abgerissen. „Es gibt kein Klopapier, keine Seife und auch die Spülung ist schwach.“

Sehr spät geöffnet

Was die Bruckerin noch ärgert: Weder ein Hinweis auf die Maskenpflicht noch Desinfektionsmittel seien angebracht. „Gerade in Zeiten von Corona ist das da draußen kein Zustand.“ Zudem kritisiert sie, dass die Toiletten an manchen Tagen erst sehr spät geöffnet seien. Zwar gebe es im Leuchtturm auch WCs. Doch diese sind für die Gäste – und bei größeren Veranstaltungen wie Hochzeiten für Gesellschaften reserviert.

Die Bruckerin hat schon öfter bei der Stadt angerufen und außerdem im Gesundheitsamt des Landratsamtes. „Alle sagen immer, wir geben es weiter“, klagt sie. „Aber es ist bisher nichts passiert.“

Für den Unterhalt zuständig ist die Mahavi Group, die den Leuchtturm betreibt. Auch hier ist das Problem bekannt. „Wir sind nicht glücklich mit der Situation“, sagt Geschäftsführer Markus Bauer. „Es entspricht nicht unserer Art, zu arbeiten und wie wir das Pucher Meer pflegen.“ Putzfrauen würden die Anlage regelmäßig reinigen. Doch die Toilettenhäuschen müssen dringend saniert werden. Bauer weist auf den zunehmenden Vandalismus hin. Vieles werde zerstört, der Sicherheitsdienst sei reduziert worden.

Wieder sanierungsbedürftig: Das Toilettenhäuschen wurde eigentlich erst vor drei Jahren erneuert. 
Wieder sanierungsbedürftig: Das Toilettenhäuschen wurde eigentlich erst vor drei Jahren erneuert.  © Weber

Die Bruckerin schlägt vor, einen Toilettenwagen aufzustellen. Sie würde dafür sogar einen Euro bezahlen. „Dann ist es sauber und gepflegt.“

Steigende Gäste-Zahl

Ein Gedanke, der auch Markus Bauer schon gekommen ist. Es gebe gute Toilettencontainer – zumindest für den Übergang, bis der zweite See hinzukomme. „Das wäre das Mindeste, was die Stadt für ihre Badegäste tun kann.“ Für die steigende Zahl an Sonnenbadern und Schwimmern gebe es ohnehin zu wenig Toiletten. Im Oktober soll es ein Gespräch mit der Stadt geben. „Wir wollen für das nächste Jahr sauber starten.“

Bei der Stadt will man auch das Saisonabschluss-Gespräch abwarten. Der Unterhalt der Toiletten sei Aufgabe des Erbbaurecht-Nehmers. Der Stadt seien die Hände gebunden. Tun soll sich aber in jedem Fall etwas, findet Markus Bauer. Damit die großen und kleinen Badegäste wieder auf ein sauberes Klo gehen können.

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