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Am Wehr bei der Amperoase in Fürstenfeldbruck schießen Wassermassen durch die geöffneten Schleusen. 

Die Lage am Donnerstag

Tief Axel geht die Puste aus: Der Regen geht - die braune Brühe aber bleibt

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Tief Axel geht die Puste aus, der große Regen ist vorbei. Braune Fluten – vor allem in der Amper – werden den Landkreis aber noch weiter beschäftigen. Grund ist der Ammersee, der die Wassermassen aus dem Oberland aufgenommen hat und jetzt langsam abgibt.

Fürstenfeldbruck – Danach nimmt das Ampermoos große Teile der Wassermassen wie ein Schwamm auf. Das schützt die Amper vor Hochwasser. Die Bewohner des streng naturgeschützten Mooses bekommen dafür an manchen Stellen nasse Füße. Einige Vögel, die nahe am Fluss brüten, werden wohl ihre Gelege verlieren, erklärt Susanne Hoffmann. Die Grafratherin betreut die Brachvögel, die dort seit einigen Jahren wieder brüten, für den Landschaftspflegeverband.

Die Tiere im Ampermoos kommen mit einem blauen Auge davon

Die sehr seltenen Tiere werden im Ampermoos mit großem Aufwand vor allen Widrigkeiten, wie etwa Fressfeinden, geschützt. Gegen ein Hochwasser im Moos wären die Tierschützer allerdings machtlos.

Doch Hoffmann glaubt, dass ihre Schützlinge mit einem blauen Auge davon kommen. „Ich habe die Nester am Mittwoch kontrolliert“, erklärt die Vogelschützerin. Die insgesamt sieben Brutpaare seien wohlauf und nicht von den Fluten bedroht. Selbst wenn das Wasser noch ein wenig steigen sollte, bekämen die Brachvögel keine Probleme.

Wasser steigt noch bis Donnerstag

Nach den Vorhersagen des Hochwassernachrichtendienstes Bayern (HND) wird das Wasser in der Amper noch bis Donnerstagachmittag steigen. Das liegt am Ammersee. Der Pegel in Stegen hat die Meldestufe 1 in der Nacht auf Mittwoch überschritten und steigt weiter. Auch die Amper steigt Weiter. Bei Stegen wird sie laut Prognosen in der Nacht auf Donnerstag die zwei Metermarke erreichen – und damit an der Meldestufe eins kratzen. In Fürstenfeldbruck wird der Pegel unter der ersten Meldestufe (1,70 Meter) bleiben, am Freitag wird nach den starken Regenfällen ein Wasserstand von etwas unter 1,50 Metern erwartet.

Waldbauern atmen auf

Viele können dem Regen sogar Positives abgewinnen. Ampermoos-Schützerin Susanne Hoffmann freut sich über die zusätzliche Feuchtigkeit, auf ein Moos angewiesen ist. Und auch die Waldbesitzer können durchatmen. „Das war ein Segen für die Bäume“, sagt Paul Högenauer von der Waldbesitzervereinigung Fürstenfeldbruck. Nach dem trockenen Sommer des vergangenen Jahres und dem nicht sonderlich nassen April, hätten die Wälder großen Durst gehabt.  tog

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