Beim Rundgang machten (v.l.) Wolfgang Kaufmann vom Landratsamt, BRK-Kreischef Rainer Bertram, die Politiker Benjamin Miskowitsch, Alex Dorow und Kathrin Staffler auch an der Anmeldung halt. Lena Deininger vom BRK und der Ärztliche Leiter Matthias Skrzypczak erklärten das Prozedere.
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Beim Rundgang machten (v.l.) Wolfgang Kaufmann vom Landratsamt, BRK-Kreischef Rainer Bertram, die Politiker Benjamin Miskowitsch, Alex Dorow und Kathrin Staffler auch an der Anmeldung halt. Lena Deininger vom BRK und der Ärztliche Leiter Matthias Skrzypczak erklärten das Prozedere.

Besuch beim BRK

Rund die Hälfte der über 80-Jährigen ist einmal geimpft

  • vonHans Kürzl
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Gut 14 000 Menschen im Alter von über 80 Jahren leben im Landkreis. Und etwa die Hälfte hat – Stand Wochenende – die erste Impfung gegen das Corona-Virus erhalten.

Fürstenfeldbruck - Diese und andere Informationen erhielt eine CSU-Delegation um die Bundestagsabgeordnete Katrin Staffler sowie die Landtagsabgeordneten Benjamin Miskowitsch und Alex Dorow bei einem Besuch des Impfzentrums an der Industriestraße. Matthias Skrzypczak, Ärztlicher Leiter des Impfzentrums, berichtete, dass die Gruppe der über 80-Jährigen voraussichtlich erst in der Woche nach Ostern komplett mit der ersten Dosis versorgt sein werden.

Ziel des Besuchs: „Wir wollen sehen, was wir noch besser mache können“, sagte Miskowitsch. Mit der bisherigen Arbeit des Impfzentrums könne man sehr zufrieden sein. Einen kleinen Seitenhieb setzte der Mammendorfer Landtagsabgeordnete in Richtung der Landeshauptstadt München: „Wir haben ihr hier in Bruck einiges an Flexibilität voraus.“

Ruhige Atmosphäre

Je nach Alters- oder Berufsgruppe sei die Betreuung während des Impfvorgangs unterschiedlich, berichtete BRK-Kreisgeschäftsführer Rainer Bertram. Bei Jüngeren dauere der Vorgang, die Zugehörigkeit zu einer berechtigten Berufsgruppe zu prüfen, mitunter länger. Währenddessen sei bei den Älteren bisweilen ein beruhigendes Wort notwendig. Dies geschehe in einer ruhigen Atmosphäre, stellte die Türkenfelder Bundestagsabgeordnete Staffler während des Rundgangs fest.

Gerne mehr Impfungen

„Derzeit können es 600 bis 700 Impfungen am Tag sein“, sagte der Ärztliche Leiter Skrzypczak auf Tagblatt-Nachfrage. Man würde gerne mehr impfen. Personell gebe es keine Probleme. Sowohl bei den Ärzten als auch beim Pflegepersonal des Landkreises sei die Bereitschaft, das Impfzentrum zu unterstützen, sehr hoch, so Skrzypczak. Das sei auch notwendig, ergänzte BRK-Kreisgeschäftsführer Betram. Denn teilweise sei das Impfzentrum in Fürstenfeldbruck wegen der Pandemie bis um 21 Uhr geöffnet.

Zudem werden mögliche Kandidaten auch noch relativ spät am Tag informiert, sollte noch Impfstoff übrig sein. Manche würden das für einen Fake halten, so Wolfgang Kaufmann, der Abteilungsleiter für Zentrale Dienste im Landratsamt. „Wir haben noch nie einen Impfstoff weggeworfen“, betonte er bei dem Rundgang. Mit Erstaunen nahmen die drei CSU-Bundes- und Landespolitiker allerdings zur Kenntnis, dass bisher acht Bürger die Impfung aus Skepsis gegenüber dem Impfstoff verweigert haben, wie Verwaltungsleiterin Lena Deininger berichtete. „Sieben waren es bei AstraZeneca, eine Person bei Moderna.“

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