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Ausbau jetzt, aber viergleisig: d ie Mitglieder des Bündnisses „S4-Ausbau jetz t “ bei ihrem Aktionstag am Brucker Bahnhof. 

Aktionstag 

S-Bahn-Bündnis appelliert an Bürgermeister

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Zeitnah und viergleisig soll der Ausbau der S4 erfolgen. Diese Forderung des Bündnisses „S4-Ausbau jetzt“ wird nun mit einem Plakat untermauert, das von Bahnhof zu Bahnhof wandern soll.

Fürstenfeldbruck – Jedes Jahr erneuert das Bündnis mit einem Aktionstag seine Forderung nach einem Ausbau der überlasteten S-Bahnlinie – bislang mit wenig Erfolg. Vielleicht auch deshalb haben sich die Bündnis-Mitglieder heuer am Brucker Bahnhof eine „etwas andere Aktion einfallen lassen“, so Sprecherin Dagmar Mosch. Vor knapp 20 Mitstreitern wurde ein Banner mit den Forderungen enthüllt.

Neben dem zeitnahen und viergleisigen Ausbau fordert das Bündnis darauf den Zehn-Minuten-Takt, einen zuverlässigen und pünktlichen Betrieb, barrierefreie Bahnhöfe, einen verstärkten Halt von Regionalzügen und mehr Investitionen in das Gesamtnetz der S-Bahn. Einige Wochen soll der Banner nun am Brucker Bahnhof hängen bleiben. Dann wird er zu wandern beginnen. „Er soll im Laufe der Zeit an allen Bahnhöfen auf der Strecke der S4 hängen“, kündigte Martin Eberl vom Bündnis an.

Sein Sprecherkollege Andreas Barth bekräftigte, dass man sich nicht „mit irgendeinem Pfusch“ zufriedengeben werde. „Schon die königlich-bayerische Staatseisenbahn hat beim Bau der Strecke in die Zukunft gedacht und gleich zwei Gleise gebaut“, sagte Barth. Ähnliches fordert er nun für den Ausbau, denn München wachse stetig weiter. „Wir brauchen einen zukunftssicheren Ausbau, damit die Linie nicht schon wieder zu klein ist, sobald sie fertiggestellt ist.“

Dass ein solcher Ausbau nicht nur für Orte mit S-Bahnstationen wichtig ist, machte Kauferings Vizebürgermeisterin Gabriele Triebel deutlich. „Das ist kein lokales Projekt, sondern hat wesentliche Auswirkungen auf den Nahverkehr in der gesamten Region“, sagte Triebel. Schließlich würden auch Regionalzüge, die derzeit von den S-Bahnen ausgebremst würden, von zwei weiteren Gleisen profitieren.

Sebastian Kriesel vom Bezirksausschuss Aubing wies auf massive Probleme an den beiden Bahnhöfen in seinem Münchner Stadtviertel hin – Aubing und Leienfelsstraße: „Wir können keine Barrierefreiheit herstellen, solange wir keine Zusage für den Ausbau haben.

Die anwesenden Politiker sagten dem Bündnis ihre Unterstützung zu. So forderte die Grünen-Bundestagsabgeordnete Beate Walter-Rosenheimer mehr Mut für die Zukunft: „Wir sollten nicht kleinteilig ausbauen.“ Dafür werde sie sich einsetzen, sobald die Grünen im Bund einen Regierungsauftrag hätten. Ihr Parteikollege, der Ex-Landtagsabgeordnete Martin Runge, appellierte an die beim Aktionstag nur schwach vertretenen Bürgermeister der Region – laut Mosch waren viele aufgrund anderer Verpflichtungen entschuldigt –, sich wieder verstärkt gegen geplante Verschlechterungen zum Beispiel beim Takt in Aubing einzusetzen.

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