Graf-Rasso-Gymnasium 

Zähes Projekt: Schüler gründen Kaugummi-Firma

Im Rahmen seines Projektseminars Wirtschaft und Recht haben zwölf Schüler nun einen eigenen kleinen Betrieb mit dem Namen „GRGum“ gegründet. Es soll ein Kaugummi mit Maracuja-Minz-Geschmack produziert und später verkauft werden.

Fürstenfeldbruck – Im Schulunterricht einen realen Bezug zum Berufsleben zu vermitteln, fällt Lehrern nicht immer leicht. Andreas Diederichs vom Graf-Rasso-Gymnasium hat sich das bereits vor einigen Jahren zur Aufgabe gemacht.

Im Rahmen seines Projektseminars Wirtschaft und Recht haben zwölf Schüler nun einen eigenen kleinen Betrieb mit dem Namen „GRGum“ gegründet. Es soll ein Kaugummi mit Maracuja-Minz-Geschmack produziert und später verkauft werden. Die Junior GmbH unterstützt die Elftklässler bei ihrem Vorhaben. Wenn der Plan aufgehen soll, muss jeder viel Zeit investieren.

„Angefangen haben wir zu Beginn des Schuljahres. Wir treffen uns mindestens einmal pro Woche, um alles zu planen“, sagt Aline Wuttke. Zuerst habe sich die Gruppe auf ein Produkt geeinigt, so die 16-Jährige. Danach ging die Suche nach einer Produktionsfirma los. „Bei den großen Firmen wie Wrigley hatten wir keine Chance. Jetzt unterstützt uns Fun’n Gum aus Stuttgart“, sagt die Pressesprecherin des Schülerprojekts.

Der Kaugummi soll an Schüler verkauft werden

„GRGum“ so heißt der Betrieb, den diese Schüler aus der Taufe gehoben haben. 

Der Kaugummi soll an die Schüler des Gymnasiums und der benachbarten FOS und BOS verkauft werden. Aber auch in Geschäften im Umland soll das Produkt angeboten werden. „Rewe Halbich und der Nahkauf in Emmering haben uns schon zugesagt. An weiteren Partnern sind wir dran“, berichtet Vorstandsvorsitzender Johannes Pauli. Planmäßig soll der Verkauf Mitte Juli starten.

Die Geschäftsidee beinhaltet auch eine Spendenaktion. Alle Mitarbeiter – in diesem Fall die zwölf Oberstufenschüler – haben einen Anteilsschein erworben. Der Gesamtbetrag über 120 Euro geht nach Abschluss des Projekts an „Frauen helfen Frauen“. Außerdem können alle weiteren Anteilseigner ihre Auszahlungen abgeben. Im Gegenzug bekommen die Buben und Mädchen auch Unterstützung. „Ein Mitglied des Frauenhauses hat das Verpackungsdesign für unseren Kaugummi entworfen“, sagt Wuttke.

Das Wirtschaftsseminar ist jedes Jahr sehr beliebt bei den angehenden Abiturienten – obwohl es mit viel Arbeit verbunden ist. Lukas Wittmann erkennt die Vorteile. „Wir müssen viel Verantwortung übernehmen. Aber nur so lernt man auch was“, sagt der 18-Jährige.

Ähnlich sieht es auch Diederichs. Der Wirtschaftslehrer ist sehr zufrieden mit seinen Schützlingen. „Die Schüler sind fleißig. Obwohl immer noch Luft nach oben ist“, sagt der 50-Jährige und lacht. 

Von Alexandra Müller

Rubriklistenbild: © dpa

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