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Fürstenfeldbruck

Schule Nord: Größer, neuer, moderner

Mehr Platz, bessere Akustik, moderne Klassenzimmer: Der lang ersehnte Erweiterungsbau der Grund- und Mittelschule Nord ist jetzt im Rahmen einer Feier offiziell eingeweiht worden. Schüler und Lehrer sind zufrieden mit dem Ergebnis.

Fürstenfeldbruck – Die Moderatoren Nathalie Reidel, Leon Meha und Jasper Kistenmacher führten – als Bauherren verkleidet – durch das Programm. Mit musikalischer Untermalung und verschiedenen Tanzeinlagen sorgten die Kinder dafür, dass den Gästen nicht langweilig wurde. Im Anschluss an die Eröffnungszeremonie wurden die Besucher von den Schülern durch die Räume des Erweiterungsbaus geführt.

Die Mittelschule erhielt sieben neue Klassenzimmer. Auch der Hort zieht in den neuen Bau um. Die offene Ganztagsschule (OGTS) und die Mittagsbetreuung haben deshalb jetzt mehr Platz im alten Gebäude, das saniert wurde. Zum Beispiel wurde dort mit Schalldämmung die die Akustik verbessert.

Die Leiterinnen der jeweiligen Einrichtung bedankten sich im Rahmen des Eröffnungsprogramms. „Wir haben ein super Geschenk bekommen mit diesem riesengroßen Mehrzweckraum. Es ist toll, dass bei dem Holzboden natürliche Materialien verwendet wurden“, sagte Rektorin Bettina Jungtorius.

Christian Lichtenberg, Sachgebietsleiter Hochbau, betonte, dass in Bezug auf die Nachhaltigkeit in den Räumen Holzböden verwendet wurden, eine Anbindung des Neubaus an die Fernwärme ermöglicht wurde und das neue Gründach mit bienenfreundlichem Bewuchs gestaltet worden sei.

Oberbürgermeister Erich Raff wies auf die steigende Bevölkerungszahl der Stadt hin und dass es wichtig sei, entsprechende Räumlichkeiten für Kinder zur Verfügung zu stellen. „So können wir auch beruhigt die Ausbildung unserer Kinder in die fachlich ausgebildeten und pädagogischen Hände legen“, meinte der Rathauschef.

Die katholischen und evangelischen Pfarrer Otto Gäng und Valentin Wendebourg sowie die Islamgruppe der 5. und 6. Klassen sprachen ihren Segen für die neuen Räume aus. „Die Schule ist ein schöner Ort für Kinder, um sich und seine Talente zu entfalten und es ist ein Segen, diesen Ort zu haben“, sagte Wendebourg. In Bezug auf den Umbau, Umzug und den damit verbundenen Stress meinte Pfarrer Gäng: „Nach solch einer langen Bauphase muss man bedenken, dass man am Ende mehr davon hat, als das, was man vergessen kann.“

Doch ganz fertig ist der Umbau noch nicht. Nach Schwierigkeiten, passende Firmen für die Außenanlage zu finden, soll nun in den Osterferien die erste Phase der Gestaltung der Freifläche stattfinden. Nächstes Jahr soll diese dann endgültig fertiggestellt werden. „Geplant sind eine Spielfläche vor dem Hort sowie Hochbeete und Terrassen. Die bestehende Asphaltfläche soll um ein Drittel reduziert werden“, erklärte Landschaftsarchitektin Ursula Schilk.

Kosten und Flächen

Die Kosten für den Erweiterungsbau liegen bei rund 6,7 Millionen Euro. Der Umbau der Räume im Altbau beläuft sich auf 163 000 Euro. Die neue Akustik kostete 202 000 Euro. Die Ausstattung der Schule, der Ganztagsschule und des Horts kostet rund 294 000 Euro. Unterstützt wurde der Erweiterungsbau mit Fördermitteln in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro. Für den Hort gab es gut eine Million Euro. Die Mittelschule wurde um sieben Klassen erweitert. Für jede wurde ein Unterrichtsraum in der ersten Etage des neuen Gebäudes errichtet. 

Der Schülerhort Nord wurde von drei Gruppen mit bisher 70 Plätzen auf vier Gruppen mit jetzt 100 Plätzen erweitert. Er findet im Erdgeschoss des Erweiterungsbaus Platz. Dort ist zudem eine Küche eingerichtet. Im alten Gebäude wurde im Bauteil A überwiegend die Grundschule untergebracht, im Erdgeschoss die Mittagsbetreuung. Die Container auf dem Sportplatz braucht es nicht mehr. Im Bauteil B des Altbaus ist die Mittelschule untergebracht. Hier finden sich außerdem die – jetzt eigenen – Räumlichkeiten der Ganztagsschule. Alle bestehenden Klassen- und Gruppenzimmer wurden zudem im Bereich der Akustik verbessert. In den Mittelschulklassen sind moderne Unterrichtsmedien installiert worden. (Lisa Fischer)

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