Die Schulen sollen eine bessere IT-Ausstattung erhalten.
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Die Schulen sollen eine bessere IT-Ausstattung erhalten.

Abschluss im Jahr 2021

Schulen in Fürstenfeldbruck: Stadt gibt bei Digitalisierung Gas

  • Ingrid Zeilinger
    vonIngrid Zeilinger
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Drei Jahre wollte sich die Stadt Zeit nehmen, um die Schulen digital auf Vordermann zu bringen. Doch aufgrund der Corona-Pandemie gibt man Gas. Bereits im nächsten Jahr soll das Projekt abgeschlossen sein.

Fürstenfeldbruck – Im vergangenen Jahr beschloss der Stadtrat das Programm zur Digitalisierung. Glasfasernetz, W-Lan, Dokumentenkameras, digitale Tafeln und Endgeräte sollten die Schulen fit für den digitalen Unterricht machen. Rund sieben Millionen Euro plus Folgekosten stellte man bereit. Der Plan: Bis 2022 sollten pro Jahr zwei Schulen ausgestattet werden, berichtete der zuständige Sachbearbeiter Nikoll Paluca im Ausschuss für Integration, Soziales, Jugend und Sport. „Doch dann kam Corona.“

Aus drei Jahren werden nur noch zwei

Man kratzte alle Mittel zusammen, um den Prozess zu beschleunigen. Mit Erfolg: Nachdem die Grundschule Mitte, die Philipp-Weiß-Grundschule und die Mittelschule West bei der Infrastruktur nahezu fertig waren, soll die IT-Ausstattung Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres installiert werden. Die Kosten hierfür liegen laut Paluca bei rund 750 000 Euro.

Die Richard-Higgins-Grundschule sowie die Grund- und Mittelschule Nord sollen bereits im nächsten Jahr folgen. Hierfür müssten 85 000 Euro bewilligt werden, plus rund 200 000 Euro für die Elektrik. „Auch ohne Corona wäre das eine sportliche Herausforderung“, sagte OB Erich Raff. „Ich hoffe, bei den Haushaltsberatungen sind wir uns einig, dass wir am anderen Ende sparen müssen.“

Alexa Zierl (ÖDP) erinnerte daran, dass für die Elektronik-Aufrüstung eine Million Euro im Gespräch war, um künftig Luftreiniger anschließen zu können. Sie wollte wissen, ob nun alles bereit sei. Das konnte Paluca nicht beantworten. Man habe sich für drei Schulen entschieden, die deutlich weniger Aufwand boten. Derzeit tausche man an den anderen Schulen die Elektrik aus.

Christian Stangl: „Es ist traurig, dass wir eine Pandemie brauchen, um die Notwendigkeit der Digitalisierung an Schulen zu erkennen. „

Hoffnung auf weitere Fördergelder

Von den derzeit fälligen 1,6 Millionen Euro werden eine Million gefördert. Zudem konnte die Stadt im Sommer auf das Sonderbudget für Leihgeräte zugreifen. Die Mittelschulen sind schon mit je 17 Endgeräten ausgestattet, die Schüler für Homeschooling leihen können. Die drei für die Grundschulen sollen im Dezember kommen. Zudem habe man einen Antrag auf Restmittelausschüttung gestellt, und könne möglicherweise weitere Geräte anschaffen. Weniger gut sieht es bei der Glasfaser-Anbindung aus: Laut Paluca erfolgt diese an den fehlenden Schulen erst Ende 2021.

Unklarheit bei Geräten für die Lehrer

„Es ist traurig, dass wir eine Pandemie brauchen, um die Notwendigkeit der Digitalisierung an Schulen zu erkennen“, meinte Christian Stangl (Grüne) mit Blick auf die aktuelle Situation an den bayerischen Schulen. Er erkundigte sich nach Endgeräten für Lehrer. Hier habe die Europäische Union ein Programm angekündigt. Paluca erklärte, dass die Stadt nicht aktiv wird. „Die Lehrer sind nicht bei der Stadt angestellt, daher ist es Aufgabe des Freistaates.“ Zudem werde es in jedem Klassenzimmer einen digitalen Lehrerarbeitsplatz geben.

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