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Mit Abstand und Maske: Bibliotheksleiterin Diana Rupprecht und OB Erich Raff berichteten Staatsminister Bernd Sibler (l.), wie es in der Aumühle läuft.

Staatsminister zu Besuch

So geht es der Bibliothek nach der Corona-Pause

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Eine Woche nach der Wiedereröffnung der Bibliothek in der Aumühle hat Staatsminister Bernd Sibler der Stadtbibliothek einen Besuch abgestattet.

Fürstenfeldbruck – Seit einer Woche hat die Stadtbibliothek in der Aumühle wieder geöffnet und versorgt die Bürger mit Schmökerstoff. Doch wie klappt der Ausleihbetrieb mit Abstands- und Hygieneregeln? Das wollte Bernd Sibler, Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, bei einem Besuch in dem historischen Gebäude erfahren.

Er sei sehr froh, dass in der vergangenen Woche mit den Öffnungen der Bibliotheken begonnen werden konnte, sagte Sibler. „Das war mir doch ein großes Anliegen.“ Wenn die Kinder schon zu Hause sein müssen, dann sei es doch ganz gut, sie in öffentlichen Büchereien zu versorgen und ihnen Literatur bereitstellen zu können. So könnten sie im Rahmen des Hygienekonzepts auch wieder ein Stück kulturelles Leben erleben. „Dritte Orte, habe ich gelernt, sind die Büchereien“, meinte Sibler. Sie seien gesellschaftlicher Mittelpunkt, weit übers Lesen hinaus.

Bibliothek ist ein Brucker Vorzeigeprojekt

„Die Bibliothek ist noch eines unserer Vorzeigeobjekte, auf das wir richtig stolz sind“, berichtete OB Erich Raff dem Staatsminister. Der Rathauschef würdigte das auch Engagement von Bibliotheksleiterin Diana Rupprecht. „Sie managt die Bibliothek mit viel Herzblut und hat auch schon einige Auszeichnungen erhalten.“

Die Ausleihzahlen seit der Wiedereröffnung seien stark anstiegen, erzählte Rupprecht. Auch die Rückgaben befinden sich auf einem guten Niveau. Aber dennoch sei der derzeitige Eindruck extrem schlecht, meinte die Bibliotheksleiterin. Es liege sehr viel brach. Die Leute kämen nur kurz zum Ausleihen rein und gingen gleich wieder. „Die ganzen Arbeitsplätze fallen derzeit weg, die Internetplätze, das Lesecafé, die Schulklassen und die Kindergartengruppen“, berichtete Rupprecht. „Das Leben in der Bibliothek fehlt einfach.“ Auch wenn das Kerngeschäft funktioniere: „Gefühlt, fällt es uns allen aber noch schwer“, meinte Rupprecht. Staatsminister Sibler tröstete: „Es sind derzeit alles noch Kompromisse.“

Stadt ist eine lobenswerte Ausnahme

Zum Termin waren auch die Landtagsabgeordnete Gabriele Triebel (Grüne) und die neue Bibliotheksreferentin der Stadt, Irene Weinberg (BBV), gekommen. „Vorbildlich finde ich, dass die Stadt eine eigne Beauftragte für die Bibliothek hat“, sagt Sibler. Das sei nicht selbstverständlich, da sei Bruck eine lobenswerte Ausnahme. Zudem würdigte der Staatsminister die zentrale Lage der Stadtbibliothek mit ihren vor der Haustür gelegenen Parkplätzen.

Sibler warnte davor, zu schnell wieder in die Normalität zurückzukehren. Rupprecht wollte noch wissen, ob in der kommenden Woche das Lesecafé wieder öffnen dürfe, weil die Restaurants bekanntlich ihren Innenbetrieb aufnehmen dürfen. Doch der Staatsminister vertröstete die Bibliotheksleiterin auf die kommende Woche. wenn darüber entschieden wird, wie es mit der Kunst und Kultur weitergeht.

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