+
Umweltaktivisten fordern Vorfahrt fürs Klima.

Beirat

Eine Steuer auch für Katzen und andere Ideen: So könnte Klimaschutz vor Ort aussehen

  • schließen

Den Klimanotstand auszurufen, halten der Umweltbeirat und der Stadtjugendrat nicht für nötig. Dennoch solle man mehr für den Klimaschutz in Fürstenfeldbruck tun – mit konkreten Maßnahmen.

Fürstenfeldbruck – Das Aufstellen einer Baumschutzverordnung, eine verbesserte Lade-Infrastruktur für E-Fahrzeuge, ein komplettes Verbot privater Feuerwerke und eine „Hundesteuer auch für Katzen“ – der Umweltbeirat und der Stadtjugendrat (SJR) haben in gemeinsamen Workshops zahlreiche Vorschläge ausgearbeitet, die zum Teil sicher auch kontrovers diskutiert werden dürften. Zusammengefasst wurden die Vorschläge in einem Positionspapier, dass demnächst dem Stadtrat zur Bearbeitung übergeben werden soll.

Klimaschutz im Kleinen

Die im Rahmen des Pariser Klimaschutzabkommens ausgerufenen Ziele seien zwar wichtig, aber doch eher für die große Politik, wie Georg Tscharke nun in einer gemeinsamen Sitzung des Umweltbeirats und des SJR erklärte. „Wir sollten lieber im Kleinen anfangen und vor der eigenen Tür kehren.“ Das sieht auch der SJR-Vorsitzende Fabian Eckmann so, der von der „Fridays for Future“-Bewegung inspiriert wurde. „Wir haben uns überlegt, dass wir auch etwas vor Ort unternehmen können.“

Fünf große Themenbereiche haben die beiden beratenden Gremien bearbeitet: Energie, Mobilität, Grün- und Stadtplanung, öffentliche Verwaltung sowie Ressourcenschonung, Müllvermeidung und bewusste Ernährung. Wichtig war den Protagonisten, „nicht nur die üblichen Parolen zu bringen“, wie Felix von Nolting vom Umweltbeirat sagte.

Tempo 30 in der Innenstadt

Aus diesem Grund wurden unter jedem Thema viele konkrete Vorschläge gebracht, was vor Ort getan werden kann. Neben den eingangs erwähnten Punkten sind das zum Beispiel die Sicherung und Neuanlage von Grünflächen im Innen- und Außenbereich, beidseitig markierte Radwege sowie Tempo 30 in der gesamten Innenstadt, die Schaffung von zentralen Großparkplätzen zugunsten vieler einzelner Stellplätze in der Innenstadt und der Kauf von regionalen, Fairtraide-, Bio- und verpackungsreduzierten Waren in Schulen, Kitas und öffentlichen Kantinen. Außerdem soll im Rathaus Papier gespart werden, und zwar durch eine papierlose Verwaltung.

Und auch eine Überarbeitung des Flächennutzungsplanes mit der Darstellung von Maßnahmen für den Klimaschutz fordern die beiden Gremien. SPD-Stadtrat Philipp Heimerl, einer von rund einer Handvoll anwesenden Stadtratsmitgliedern, forderte den Umweltbeirat und den SJR dabei sogar zu „mehr Extremismus“ auf: „Der Flächennutzungsplan ist 40 Jahre alt, eine völlige Neuaufstellung ist deshalb vielleicht noch zielführender.“

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

CSU-Pressesprecherin stirbt plötzlich - es löst eine Welle der Bestürzung aus
Gabriele Stöcklein ist tot. Die langjährige Pressesprecherin der CSU in Maisach (Bayern) starb unerwartet. Ihr Tod hat eine Welle der Bestürzung ausgelöst.
CSU-Pressesprecherin stirbt plötzlich - es löst eine Welle der Bestürzung aus
Die Kommunalwahl 2020 in der Region Fürstenfeldbruck - die Kandidaten im Überblick
Im Frühjahr 2020 sind die Bürger auch in der Region Fürstenfeldbruck dazu aufgerufen, den Landrat, die Rathauschefs sowie Kreis,- Stadt,- und Gemeinderäte zu wählen: Am …
Die Kommunalwahl 2020 in der Region Fürstenfeldbruck - die Kandidaten im Überblick
Allinger SPD will Bürgerbeteiligung forcieren
Nun hat auch die Allinger SPD ihre Kandidaten für die Gemeinderatswahl nominiert. Auf dem ersten Listenplatz steht Hubert Winkler, der seit fast 27 Jahren im Gemeinderat …
Allinger SPD will Bürgerbeteiligung forcieren
Junge Wähler kümmern sich auch um Senioren
Mit 18 Bewerbern treten die Jungen Wähler (JW) Hattenhofen/Haspelmoor zur Gemeinderatswahl an. Zur Nominierungsversammlung im Gasthaus Casella waren 27 Wahlberechtigte …
Junge Wähler kümmern sich auch um Senioren

Kommentare