+
Ein Gewusel herrscht am Samstag beim Altstadtfest auf der Hauptstraße.

Tausende feiern in der Innenstadt 

Mega-Party in Bruck: So war das Altstadtfest - Alle Fotos

Party-Nacht hoch drei in Brucks guter Stube: Die Besucher des Altstadtfestes hatten am Samstag reichlich Auswahl, bei welcher Musik sie feiern wollten. Partysound, Hits der 1980er, Hardrock-Klassiker und Honky Tonk – so verschieden wie die Stilrichtungen auf der Bühne war auch das Geschehen vor der Bühne.

Fürstenfeldbruck – Ein kleines Mädchen, den Schnuller im Mund, klatscht begeistert auf Papas Arm und kommt bei „Ein Hoch auf uns“ kein einziges Mal aus dem Takt. Ein paar Schritte weiter tanzt ein älterer Herr – weißes Haar, weißer Bart, weißes Sommerhütchen, weißes Hemd – gekonnt auf der Stelle.

Die Band, die es schafft, die Generationen derart zu vereinen, heißt Saustoi und besteht aus vier Jungs in Sonnenbrillen und Lederhosen und zwei Mädels im Dirndl. Die meisten Fans, die hier vor der Bühne am Rathaus klatschen und tanzen, sind aber den 15- bis 18-jährigen Musikern im Alter wesentlich näher als der alte Herr und das kleine Mädchen. Und sie haben Ausdauer, selbst an diesem schwülen Sommerabend. „Könnt ihr überhaupt noch bei der Hitze?“, ruft der Leadgitarrist in die Menge. Jubel brandet auf.

Alle Fotos vom Altstadtfest in Bruck

Alle Fotos vom Altstadtfest in Bruck

Von einem so munteren Publikum kann die Band auf dem Leonhardsplatz zu diesem Zeitpunkt nur träumen. Hier will man sich offenbar eher entspannen. An den Biergartentischen zwischen Bar und einem lang gestreckten Essensstand hat die mittlere Generation Platz genommen, es wird gegessen und geratscht.

Nur die, die ganz vorn an der Bühne sitzen, schenken ihre Aufmerksamkeit den Musikern von Seven To Nine, einer Cover-Band aus Olching. Schade, denn die Fünf sind richtig gut. Sie lassen an diesem Abend mit viel Leidenschaft die Hits aufleben, die den oft beschworenen Sound der 80er ausmachen.

Billy Idols „Rebel Yell“ und „Word up“ von Cameo dürften die meisten Zuhörer noch als Neuerscheinung gekannt haben. „Sind wir zu leise?“, ruft Sänger Andi ins Mikro – und erntet kaum Reaktion. Auch ein toller Gitarrenriff bleibt unbeklatscht, bis Andi anregt: „Ein bisschen Applaus wär’ jetzt drin.“ Der kommt dann auch. Na bitte, es geht doch.

Richtig kultig geht es später in der Augsburger Straße zu. Die Bühne an der Gabelung zur Maisacher Straße gehört am Samstag zur besten Feierzeit den Hardrockern von Reload, einer Coverband aus dem Münchner Westen. Schon während noch der Soundcheck läuft, sichern sich Fans in Deep-Purple- und Rolling-Stones-T-Shirts die besten Stehplätze ganz vorne. Die Musiker Ali, Christian, Peter, Uwe, Joe und Falco sind Spezialisten für die Bretter von AC/DC, Uriah Heep, ZZ Top und wie sie alle heißen – und vereinen damit die Generationen genauso wie die Partyrocker auf dem Marktplatz.

Doch auch derjenige, dem das alles zu laut und wild war, fand das Richtige unter den insgesamt zwölf Bands des Altstadtfest-Wochenendes – ob das German Rockabilly war, irischer Folkrock und Kneipensongs aus der Guinness-Ecke oder auch lateinamerikanischer Salsa.

Von Ulrike Osman

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Der Schweinehund-Bezwinger
Robert Schramm, 52, ist Extrem-Sportler. Unter anderem läuft er mit Anfang 50 die längsten Treppen der Welt nach oben. Wie er das macht? Reine Kopfsache. Über ein …
Der Schweinehund-Bezwinger
„Hier ist alles schnell erreichbar“
 Niemand kennt die Brucker Straßen so gut wie die Menschen, die in ihnen wohnen. Sie erleben sie bei Tag und Nacht. Sie wissen, wo die schönsten Ecken und gemütlichsten …
„Hier ist alles schnell erreichbar“
Ehepaar gerätvöllig aus der Bahn
Ein völlig aus der Bahn geratenes Ehepaar beschäftigt Gerichte, Polizei und den gesetzlichen Betreuer. Die Situation droht zu eskalieren. Bei den Nachbarn liegen die …
Ehepaar gerätvöllig aus der Bahn
Piratengeschichten aus dem Schulheft
Stift und Heft sind seine Werkzeuge: Der passionierte Hobby-Schriftsteller Thomas Monkowski aus Türkenfeld schreibt seit seiner Kindheit Geschichten und Romane – auf …
Piratengeschichten aus dem Schulheft

Kommentare