Coronavirus: Jens Spahn schlägt Alarm für Deutschland - „Stehen am Beginn einer Epidemie“ 

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Kämpfen für vier Gleise und einen Zehn-Minuten-Takt (v.l.): SPD-Landratskanditat Omid Atai (Ebersberg), Puchheims Bürgermeister Norbert Seidl, Stadtrat M irko Pötzsch, die Landratskandidaten Christiane Kern (Starnberg), Hubert Böck (Dachau), Christoph Maier (Bruck), Herbert Bengler (Freising), Annette Ganssmüller-Maluche (Kreis München) und Olchings Bürgermeister Andreas Magg. 

Fürstenfeldbruck

SPD-Landratskandidaten nutzen den Expressbus für Wahlkampftour

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 Mit wackeligen Beinen kamen die sechs SPD-Landratskandidaten der umliegenden Münchner Landkreise in Bruck an. Einigen ist auf der Anreise mit dem Expressbus X900 aus Starnberg ein wenig flau im Magen geworden.

Fürstenfeldbruck – „Ich hätte nicht versuchen sollen zu lesen“, sagte der Dachauer Landratskandidat Hubert Böck. Die Sozialdemokraten hatten sich am Dienstag auf eine ÖPNV-Tour durch die Landkreise gemacht, um ihre Pläne für den Nahverkehr vorzustellen.

„Wir sind das Schlusslicht aller Landkreise, wenn es ums Wohnen oder die Arbeitsplätze geht“, startete der Brucker Landratskandidat Christoph Maier seine Rede in einer zugigen Nische am Brucker Bahnhof. „Wir haben die meisten Auspendler und profitieren am wenigsten vom wirtschaftlichen Wachstum in der Region“, fuhr er fort. Das liege vor allem am katastrophalen Zustand der S-Bahn im Allgemeinen. Er selbst wohne in Türkenfeld und kenne vor allem die Probleme der S 4.

Für Maier führt daher auch kein Weg am viergleisigen Ausbau der Strecke bis Geltendorf vorbei. Außerdem brauche es den Zehn-Minuten-Takt, das 365-Euro-Jahresticket und einen kostenlosen Nahverkehr für Minderjährige. „Ich habe die Schnauze voll von dem jetzigen Zustand“, zeigte sich Maier kämpferisch.

Seinem Konkurrenten bei der Kommunalwahl und Amtsinhaber Landrat Thomas Karmasin (CSU) stellte er kein gutes Zeugnis aus. Er sei halt ein Verwaltungsmensch und niemand der anschiebt, so Maier. Außerdem würde er sich zu selten bei der Staatsregierung für den ÖPNV in der Region starkmachen. „Er lässt sich selten blicken.“

Sollten es die sechs Landratskandidaten ins Amt schaffen, wollen sie in Sachen Nahverkehr enger zusammenarbeiten. Bei den Entscheidern würde sich zu viel um München gekümmert und zu wenig um die Landkreise, konstatierte Omid Atai aus Ebersberg.

Positiv bewerteten die beiden SPD-Bürgermeister aus Olching und Puchheim, Andreas Magg und Norbert Seidl, das MVV-Busangebot und die neuen Mobilitätsstationen der MVG. „Aber wenn die S-Bahn nicht fährt, können die Verbindungen noch so gut sein“, beklagte Magg. Die Qualität und die Quantität müssen stimmen, dann würden die Menschen auch zum ÖPNV wechseln. Machen sie aber eine schlechte Erfahrung damit, hat man sie wohl für immer verloren. 

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