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Die SPD in Bruck bereitet sich auf die Wahl vor.

Fürstenfeldbruck

SPD will zur Sachpolitik zurückkehren

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Weniger Wunschkonzert und mehr realistische Planung: Das sind die Neujahrswünsche der SPD für die Arbeit im Stadtrat. Dafür hofft die Fraktion auf eine bessere Zusammenarbeit mit OB Erich Raff (CSU) – wenngleich das Vertrauensverhältnis gestört ist.

Fürstenfeldbruck –  „Es geht nicht um die Person Erich Raff“, betonte Martin Haisch am Donnerstag bei einem Gespräch im Restaurant Vierwasser. Aber wenn das Stadtoberhaupt wiederholt bei einzelnen Themen als Einziger gegen den gesamten Stadtrat stimme, behindere das die Arbeit.

Mirko Pötzsch sieht sein Vertrauen in den OB „nach der SCF-Geschichte gestört“. Raff hatte den Pflegevertrag mit dem Sportclub für das Sportgelände an der Klosterstraße im Alleingang gekündigt. Dass der Rathauschef städtische Gremien übergangen habe, trage nicht zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit bei, sagte auch Fraktionssprecher Philipp Heimerl. Gleichwohl hofft er, dass man im Stadtrat schon vor der Wahl die persönlichen Streitigkeiten ad acta legt „und wieder zur Sacharbeit zurückkehrt“.

SPD will realisierbare Schwerpunkte setzen

Dabei wollen die SPD-Politiker künftig weniger eine Ansammlung persönlicher Wünsche im Haushalt haben, sondern sich realisierbare Schwerpunkte setzen. Von einer Tiefgarage am Viehmarktplatz müsse man sich verabschieden und sich stattdessen auf den Ausbau von Kitas und Schulen, die neue Feuerwehr und den Wohnungsbau konzentrieren. Pötzsch ergänzte, dass auch die Sanierung der Straßen angegangen werden müsse.

In den Kommunalwahlkampf zieht die Partei mit drei Schlagworten: Bruck müsse sozialer, ökologischer und intelligenter werden. Im sozialen Bereich will die SPD deshalb kostengünstige oder sogar kostenfreie Kitas vorantreiben. Auch bezahlbarer Wohnraum steht weiter auf der Agenda. Mehr Grün in Bruck steht auf ökologischer Ebene im Mittelpunkt.

Heimerl und seine Mitstreiter können sich vorstellen, Bushäuschen zu begrünen, grüne Dächer zu fördern und in Neubaugebieten Grünflächen im Bebauungsplan festzuschreiben. „Der Ausgleich muss direkt vor Ort geschaffen werden, nicht irgendwo“, sagte Philipp Heimerl.

Parkebenen am Bahnhof

Unter einer intelligenteren Stadt versteht die SPD unter anderem eine optimale Nutzung von Grund und Boden. Gerade der große Parkplatz am Bahnhof könne effektiver genutzt werden, indem man dort ein Gebäude mit Parkebenen und Gewerbe errichtet, so Heimerl. Das bringt laut Pötzsch weitere Effekte mit sich: „Wenn dort mehr Parkplätze entstehen, kann man auch über ein Anwohnerparken im Wohngebiet am Tulpenfeld nachdenken.“

Beim Fliegerhorst will Walter Schwarz darauf drängen, dass man die Sportstätten möglichst ab 2023 – bis dahin laufen die Verträge für das Ankerzentrum – zugänglich macht. Auf keinen Fall dürfe man auf den wieder verschobenen Abzug des Militärs warten. 

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