Die Betriebe sollen nicht warten müssen. Stillstand darf es nicht geben. Markus Droth

Fürstenfeldbruck

Stadt will Leitlinien fürs Gewerbe schaffen

  • Ingrid Zeilinger
    vonIngrid Zeilinger
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Am Fliegerhorst soll ein neues Stadtviertel entstehen. Auf dem großen Areal soll auch Gewerbe Platz finden. Damit keine Konkurrenz innerhalb der Stadt entsteht, gibt man ein Konzept für die Entwicklung von Gewerbeflächen in Auftrag.

FürstenfeldbruckIm Zuge der Gestaltung des Fliegerhorstes entstand die Idee, sich über die Gewerbeflächen im Stadtgebiet Gedanken zu machen. Den Stein ins Rollen brachte eine Anfrage für ein größeres Bauvorhaben an der Maisacher Straße. Erst habe man gedacht, man erstelle ein Konzept für den Fliegerhorst, erklärt die Konversions-Beauftragte Nadja Kripgans auf Tagblatt-Nachfrage. „Doch dann wurde klar, wir brauchen ein Konzept für das ganze Stadtgebiet, wo man in Zukunft Gewerbe ansiedelt.“ Man wolle ja in den einzelnen Gebieten keine Konkurrenz schaffen.

Dieses Gewerbeentwicklungskonzept soll ein externes Büro erstellen. Die Kosten hierfür liegen bei rund 110 000 Euro, Fördermittel der Regierung von Oberbayern sind denkbar. Diskussionsbedarf sahen die Stadträte nicht am Vorhaben an sich, sondern an den Details der Bewertungsmatrix. So war ihnen die fachliche Eignung der Büros mit 20 Punkten zu niedrig gewichtet. Auf Antrag von Christian Götz (BBV) wurde sie auf 25 Punkte erhöht, die Bewertung der Qualität im Leistungsangebot entsprechend reduziert. Götz merkte zudem an, dass der Zeitplan nicht mehr einzuhalten sei und deshalb angepasst werden müsse.

Markus Droth (Freie Wähler) sah in dem Gesamtkonzept einen Nachteil: Die Weiterentwicklung von Gewerbeflächen, die aktuell laufe, werde nicht berücksichtigt. „Die Betriebe sollen nicht warten müssen“, mahnte Droth. „Stillstand darf es nicht geben.“ OB Erich Raff meinte, es gebe einige Grundstücke, die man entwickeln wolle. „Es war nie die Intention, dass ein Jahr nichts passiert.“ Auch Kripgans betonte, man wolle nur Leitlinien und einen Rahmen für die künftige Entwicklung schaffen und keine bestehenden Flüsse ausbremsen. Das Projekt an der Maisacher Straße müsse man ins Konzept einbeziehen, meinte Andreas Lohde (CSU).

Alexa Zierl (ÖDP) regte an, bei der Gewerbeentwicklung mit zu prüfen, welchen Verkehr man damit verursache. Nadja Kripgans warnte davor, das Gewerbeentwicklungskonzept mit zu vielen Inhalten zu überfrachten. „Das müssen die Stadtplaner machen.“

Der Stadtrat stimmte der Änderung der Bewertungsmatrix gegen vier Stimmen zu. Die Ausschreibung wurde einstimmig auf den Weg gebracht. Nun können sich die Büros für das Konzept bewerben. Danach wird entschieden, welches den Zuschlag erhält.

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