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Der Neubau an der Parsevalstraße ist ein Passivhau s. Die Stadt schafft dort Sozialwohnungen.

Bei Neubauten

Neue Energiestandards - So will Bruck CO2 sparen 

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Fürstenfeldbruck – Die Stadt fordert von allen Häuslebauern, dass Neubauten einen gewissen energetischen Standard vorweisen. Der liegt über dem, den der Gesetzgeber aktuell verlangt.

Schon heute nimmt die Stadt Bauträger in die Pflicht. Dafür, dass sie Acker- zu Bauland macht – und dadurch den Wert eines Grundstücks enorm steigert – verlangt die Stadt, dass die Bauherren mindestens 40 Prozent Sozialwohnungen auf dieses Areal stellen. Das gilt bei einer Geschossfläche von mehr als 500 Quadratmetern und geschieht im Zuge der so genannten sozialgerechten Bodennutzung (SoBoN).

Der Grundgedanke von diesem Konzept ist, dass von einem Neubau und dem Wertgewinn des Landes nicht nur der Bauherr, sondern beispielsweise auch die Bürger profitieren, die dann in eine günstigere Sozialwohnung ziehen können. Auch weitere Folgekosten der Planung können an die Grundeigentümer weitergegeben werden. Beispielsweise die Kosten für den Bau von Kitas.

„So sparen sich die Bauherren später auch teure Sanierungsmaßnahmen“

Nun sollen alle Neubauten – egal wie groß – auch energetisch einwandfrei sein. Denn die Stadt hat sich vorgenommen, CO2 einzusparen. Neue Gebäude müssen laut dem jüngsten Stadtratsbeschluss künftig dem KfW-Effizienzhausstandard 55 entsprechen. Das ist eine strengere Stufe, als die, die der Gesetzgeber aktuell fordert. Allerdings liegt sie unter dem des Passivhauses. Davon baut die Stadt momentan eines an der Parsevalstraße.

Die Klimaschutzbeauftragte Anja Wendler sagte dazu in den zuständigen Ausschüssen, die das Konzept absegneten: „So sparen sich die Bauherren später auch teure Sanierungsmaßnahmen.“ Und sie nennt noch einen Vorteil: „Beim Bau bekommt man Fördergelder.“

Die Stadt droht mit Bußgeldern

Dass die Standards eingehalten werden, dafür will die Stadt mit Bußgeldern sorgen. Von denen könnten dann beispielsweise Bäume gepflanzt werden. Investoren, die auf mehr als 18 000 Quadratmetern bauen, müssen sogar ein Energiekonzept vorlegen. Darin kann beispielsweise die Art der Heizanlagen festgelegt werden, aber auch, dass die Gebäude wegen der Produktion von Solarenergie optimal ausgerichtet sein müssen.

Momentan gibt es nur drei derart große Neubauflächen in der Stadt: Das Areal von Grimmplatten, die Fläche an der Veilchenstraße und Am Hochfeld. Damit das Bauen von Wohngebäuden weiterhin attraktiv bleibt, darf die Stadt den Bauwerbern allerdings nicht zu tief in die Tasche greifen. Mindestens 40 Prozent des Wertzuwachses müssen bei den Investoren bleiben.

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